Eines Nachts im April 2012 vor einem Schwulenclub im belgischen Lüttich steigt Ihsane Jarfi zu einer Gruppe junger Männer ins Auto. Er wird über Stunden halbtot geprügelt und zum Sterben nackt an einem Waldrand liegengelassen; erst zwei Wochen später entdeckt ein Spaziergänger seine Leiche. Das brutale Verbrechen versetzt die ganze Stadt in Aufruhr. Der vielfach preisgekrönte Schweizer Regisseur Milo Rau rekonstruiert den Fall und das soziale Umfeld von Tätern und Opfer in einem beindruckend vielschichtigen Theaterabend mit vier Schauspielern, einer Hundesitterin und einem Lagerarbeiter aus Lüttich. Die Stadt selbst samt dem Niedergang ihrer Metallindustrie nimmt er dabei ebenso in den Fokus, wie er – zum Auftakt der von ihm initiierten Serie „Geschichte(n) des Theaters“ – die Darstellbarkeit von Gewalt auf der Bühne hinterfragt und unser zwiespältiges Verhältnis dazu als Zuschauer.

Ab 16 Jahren!

In flämischer und französischer Sprache mit deutschen Übertiteln / Konzept & Regie: Milo Rau / Mit: Tom Adjibi, Suzy Cocco, Sara De Bosschere, Sébastien Foucault, Fabian Leenders, Johan Leysen

Milo Rau / IIPM (Berlin/Gent)
Die Wiederholung – Histoire(s) du théâtre (I)
Mi. 31.10., Do. 01.11.2018

THEATER
* 20 Uhr, 100 Min., € 19 / erm. € 9 / € 5 für f.f.m. students Mitglieder.
Mousonturm-Koproduktion

ORT
Saal
Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main

 
(c) Hubert Amiel

(c) Hubert Amiel

 
(c) Hubert Amiel

(c) Hubert Amiel

Veranstaltungsdatum

Mi. 31.10.2018
Die Wiederholung – Histoire(s) du théâtre (I): Vermittlungsmaschine im Anschluss

20 Uhr 

Do. 01.11.2018

20 Uhr