In Leopardenmorde geht das Kollektiv K.U.R.S.K den Spuren ihrer eigenen kolonialistischen Vergangenheit nach. Der Großvater von Timo Krstin war Sisal-Pflanzer und Abenteurer in Deutsch-Ostafrika. Nachdem der Versuch gescheitert war, seine Erlebnisse in einem Roman zu Kunst zu verarbeiten und der Weltöffentlichkeit zu vermachen, wurde er ranghoher Nazi. Am Beispiel des nie veröffentlichten Romans sucht die K.U.R.S.K jenen Blick, den wir heute auf «den Afrikaner» werfen, wenn er etwa über das Mittelmeer zu «uns» flüchten will, am Ursprung seiner Entstehung: der rassistischen Kolonialisierung Afrikas. Schon im Roman ist die versehentliche Vermischung von Politik und Ästhetik angelegt, die sich nach dem Ende der Kunst zur ästhetischen Politik des Faschismus auswächst. «Leopardenmorde» zeichnet diesen Weg nach und fragen nach modernen Möglichkeiten politischer Kunst.

In Deutsch * Konzept, Regie, Performance, Text: Timo Krstin * Performance, Text, Dramaturgie: Liliane Koch * Szenografie, Performance: Lukas Sander * Musik, Performance: Rosanna Zünd * Eine Produktion von K.U.R.S.K in Koproduktion mit Freischwimmer * Gefördert von Stadt Zürich Kultur und Kultur Kanton Zürich.

K.U.R.S.K (Zürich)
Leopardenmorde
Di. 10.01., Mi. 11.01.2017

PERFORMANCE/THEATER
* 19 Uhr, € 12/erm. € 6 (Doppelticket für 2 Veranstaltungen nach Wahl) € 19/erm. €9).

ORT
Saal
Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main

Doppelticket für den 11.1. HIER

(c) Piotr Rybkowski

(c) Piotr Rybkowski

Festivaltrailer (c) Sandra Grutza

Veranstaltungsdatum

Di. 10.01.2017
Leopardenmorde - im Anschluss Gespräch

19.00 Uhr 

Mi. 11.01.2017

19 Uhr