„I wanna be anarchy“ – mit diesem Satz leitete der Sänger der Sex Pistols Johnny Rotten vor über vierzig Jahren eine neue Ära ein. Der Punkrock war geboren. Punk war nicht nur Musik, sondern eine Lebensweise. Er lehnte aus einer nihilistischen Haltung heraus den Status quo, die Konsumgesellschaft mit ihren Werten und ihrer Ästhetik ab und betonte stattdessen das Unvollkommene und Rohe. Was ist von Punk geblieben, dieser subkulturellen Bewegung, deren Bildsprache zunehmend Einzug in die Modewelt und den Mainstream gehalten hat? Paula Rosolen, die sich für randständige Themen im Tanz interessiert, begibt sich in ihrem neuen Stück auf Spurensuche. Sie kehrt zu den Ursprüngen des Punk zurück und extrahiert seine besondere Körperlichkeit, seine Bewegungsqualitäten. Wie in ihren vorherigen Produktionen schafft sie dabei unerwartete Verbindungen und schließt die Punk-Bewegungen mit zeitgleichen Entwicklungen im Postmodern Dance kurz.

Keine Sprachkenntnisse erforderlich / Konzept: Paula Rosolen / Von und Mit: Fania Grigoriou, Kiriakos Hadjiioannou, Stephan Quinci, Paula Rosolen / Kostüme: Takako Senda / Licht: Sebastian Schackert / Foto: Panagiota Karastergiou

Paula Rosolen (Frankfurt/Berlin/Paris)
PUNK‽
Do. 28. — Sa. 30.06.2018

TANZ/TANZPLATTFORM RHEIN-MAIN
* 20 Uhr, € 19 / erm. € 9 / € 5 for f.f.m. students members.
Uraufführung * Mousonturm-Koproduktion im Rahmen der Tanzplattform Rhein-Main

ORT
Saal
Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main