Für im*possible bodies kooperiert das Künstlerhaus Mousonturm mit den Frankfurter Initiativen „SUQ – solidarisch, unaufgefordert, queer“, der studentisch organisierten „Queeren Ringvorlesung – Queergehört“, der Gruppe „RaSch – Ranzfurter Schwestern“ sowie weiteren
lokalen Akteur*innen. Gemeinsam wollen wir queere Debatten führen, uns kritisch und konstruktiv mit Vielfalt, Sexualitäten und gesellschaftspolitischen Zusammenhängen auseinandersetzen. Dazu lädt SUQ zur Paneldiskussion „Warum wir es uns nicht leisten können, in der Mitte zu stehen“ ein: an der Schnittstelle von Anti-Rassismus und Queerness diskutiert ein vielfältig besetztes Podium, warum wir einen politischen Aktivismus brauchen, statt immer mehr danach zu trachten, Teil von „Normalität“ zu werden. Während des Festivals finden weitere gemeinsame Workshops, Gesprächsrunden und Vernetzungstreffen statt.

In Deutsch / Das Projekt "im*possible bodies. Performing sharing celebrating. Festival für utopische Praxis" wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und unterstützt durch die Freunde und Förderer des Mousonturms e.V. (f.f.m).

Queere Verbindungen: Programm mit Frankfurter Initiativen
18.-29.4.

WORKSHOP
* Eintritt frei.

ORT
Studio 2
Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main

SUQ
"Warum wir es uns nicht leisten können, in der Mitte zu stehen"

Mi. 18.4., 19.30 Uhr, Studio 2, Eintritt frei

Was für politische Praktiken an der Schnittstelle von queeren und emanzipatorisch-linken Utopien sind aktuell wichtig? Während vor einigen Jahren der offene Rechtsruck innerhalb der LGBTIQ-Szene noch stark thematisiert wurde, scheint es, als sei die Debatte darüber abgeebbt. Dabei erfahren gerade linke und emanzipatorische Proteste eine stark zunehmende Kriminalisierung während rechte Rhetorik unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit immer mehr Raum greift. Zugleich ist die Allianz aus linker Bewegung und queerer Utopie ausbaufähig. Für LGBTIQ-Menschen stellt sich die dringende Frage nach der Positionierung: in der vermeintlichen Mitte der Gesellschaft oder eher durch die aktive Teilhabe an emanzipatorischen Entwürfen und Prozessen. In der Veranstaltung werden verschiedene Perspektiven auf dieses Themenfeld erkundet und konkrete Strategien für Aktivismus und neue Bündnisse diskutiert.

Mit: Tadzio Müller, Stephanie Kuhnen, Isaiah Lopaz und Muriel González Athenas / Moderation: Hengameh Yaghoobifarah (Missy Magazine)
 

Queergehört – Die Queere Ringvorlesung (Frankfurt)
Status: nicht vorhergesehen. Vom Trans*sein jenseits der Geschlechternormen

Empowerment-Workshop für Trans*- und Nonbinary-Personen mit Gabriel_Nox Kohnke / Anmeldung: produktion at mousonturm dot de

Mo. 23.4., 18.30 Uhr, Studio 2, Eintritt frei

Das Rechtssystem, die Medizin und der Staat haben eine Idee davon, wie Trans*-Personen leben, lieben und transitionieren sollen: Im sogenannten "Gegengeschlecht" verortet und das Stereotyp dessen anstrebend, im sogenannten "Zielgeschlecht" hetero etc etc etc. Wessen Lebensweise und_oder Identität davon abweicht, gilt schnell als "nicht richtig trans*" oder "nicht trans* genug" - immer mal wieder auch innerhalb der Trans*-Szene. In diesem Workshop sprechen wir über individuelle Wege, trans* zu leben und_oder zu sein. Wir sprechen über das Treffen von Entscheidungen, die im offenen Widerspruch zu gesellschaftlichen Erwartungen stehen. Wir tauschen uns aus und suchen gemeinsam nach Umgängen mit Situationen, in denen uns Umwelt und_oder Umfeld gesagt haben, wer wir zu sein haben und_oder wie wir zu leben haben. Kurz gesagt sprechen wir über das Phänomen der Transnormativität, das die Normen und Regeln beschreibt, die bestimmen, was die Gesellschaft für Trans*-Personen vorsieht und was nicht (mehr). Herzlich eingeladen sind alle, die sich als non binary und_oder trans* verstehen - insbesondere die, die sich schon mal nicht trans* genug vorgekommen sind und_oder das Gefühl haben, Erwartungen auch mal nicht erfüllen zu wollen.

RaSch- Ranzfurter Schwestern
Be Ugly!

Würgshop in RaSchs ranzigem Ugly-Salon

Sa. 28.4., 17–20 Uhr, Foyer, Eintritt frei

Schluss mit permanenter Selbstoptimierung! Wir möchten die Schönheitsfehler in einer marktorientierten, von patriarchalen Strukturen geprägten Realität sein! Der kapitalistischen Wirtschaftsordnung, die entscheidet, welche Körper vorzeigbar und welche impossible sind, lachen wir in ihr garstiges Antlitz. Wir wollen diesen Tag nutzen, um „das Hässliche“ an uns hervorzukehren und als einen Teil von uns anzuerkennen.
In RaSchs ranzigem Ugly-Salon zaubern wir die individuelle Hässlichkeit in allen hervor und kultivieren sie. Anstatt Stereotype zu bedienen, akzentuieren und akzeptieren wir gekonnt!


 

Am Di. 24.4. hält Gabriel_Nox Kohnke einen Vortrag zum Thema Trans*normativität bei "Queergehört - die queere Ringvorlesung" im Seminarhaus (Raum SH1.104) der Goethe-Universität Frankfurt am Main (18 Uhr).

Veranstaltungsdatum

Mi. 18.04.2018
SUQ: "Warum wir es uns nicht leisten können, in der Mitte zu stehen"

19:30 Uhr 

Mo. 23.04.2018
Queergehört – Die Queere Ringvorlesung: Status: nicht vorhergesehen. Vom Trans*sein jenseits der Geschlechternormen

18:30 Uhr 

Sa. 28.04.2018
RaSch – Ranzfurter Schwestern: Be Ugly!

17 - 20 Uhr