Ted Kaczynski, ehemaliger Harvard-Professor der Mathematik, entschloss sich in einer Hütte im Wald zu leben und von dort aus Briefbomben zu verschicken. Johannes Schwarz, Ausnahmemusiker, Solist und Mitglied des Ensemble Modern, verfügt über ein Klangarchiv, das zehntausende Soundfiles speichert und auf Befehl wiedergibt. Die Theatermacher und Nicht-Musiker Gregor Glogowski und Benjamin Hoesch nähern sich dem Phänomen des Solo-Terroristen und des Solo-Musikers aus der Außenperspektive: Ihre Musiktheater-Performance folgt dem Solisten in sein minutiös angelegtes Archiv und assoziiert zwischen Spezialistentum, Virtuosität und gesellschaftlicher Isolation. Im Spannungsfeld von Handwerk und Technik, Sinnlichkeit und Hochkultur, Disziplin und Anarchie leistet „UNA SOLO“ keine Aufklärung, ist keine Dokumentation. Vielmehr entsteht ein Porträt des Solisten als Extremist in der Haltung und am Instrument, das radikal fremd bleiben darf.

In Deutsch *Konzept, Regie: Gregor Glogowski, Benjamin Hoesch * Performance: Johannes Schwarz * Klangregie: Sebastian Schottke * Ausstattung: Friedrich Hartung * Eine Produktion von Glogowski / Hoesch in Koproduktion mit dem Künstlerhaus Mousonturm und HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden. Gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Glogowski/Hoesch, und Johannes Schwarz
UNA SOLO
Sa. 14. — Mo. 16.04.2018

PERFORMANCE
* 19 Uhr, € 12 / erm. € 6 .
Uraufführung * Mousonturm-Koproduktion

ORT
Studio 1
Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main

Veranstaltungsdatum

Sa. 14.04.2018

19 Uhr 

So. 15.04.2018

19 Uhr 

Mo. 16.04.2018
Una Solo: Gespräch im Anschluss

19 Uhr