Eisa Jocson
(Manila)

Eisa Jocson, bildende Künstlerin mit Balletthintergrund, kam über den Pole-Dance zum zeitgenössischen Tanz. In ihren Stücken setzt sie sich mit den Verschränkungen von ‚Geschlecht‘, ‚affektiver Arbeit‘, ‚Migration‘ und ‚Körperlichkeit‘ auseinander. Sie untersuchte die Ökonomien des Pole Dancing, eignete sich das Macho Dancing an, eine Form des hypermaskulinen erotischen Tanzens, die vornehmlich in philippinischen Schwulenbars praktiziert wird, und beschäftigte sich mit der Rolle philippinischer Hostessen, die in japanischen Nachtclubs, als Geishas verkleidet, Projektionsfläche für Weiblichkeit und das sexuelle Begehren sind. Ihre Stücke präsentiert sie regelmäßig an renommierten Theatern und auf internationalen Festivals in Asien und Europa, wie z.B. Tanz im August, TPAM Yokohama, Zürcher Theater Spektakel und Karnabal Festival. In „Princess“, das sie 2017 im Rahmen der Frankfurter Positionen am Künstlerhaus Mousonturm produzierte, setzt sie sich ausgehend von Disneys Schneewittchen mit Ausschlüssen und Darstellungsökonomien innerhalb von Vergnügungsparks und der Performance von Glück auseinander. Im ebenfalls vom Mousonturm produzierten Quintett „Your Highness“ setzte sie diese Recherche fort. Beide Stücke sind Teil der Trilogie „Happyland-Series“. Das dritte Stück der Trilogie „Manila Zoo“ ist für August 2020 geplant.

Im Mousonturm bisher gezeigte Produktionen