F. Wiesel
(Frankfurt)

„Hanke Wilsmann und Jost […] studierten Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und arbeiten seit 2011 freischaffend im Raum Frankfurt im Feld des Figuren-, Bild- und Objekttheaters. F. Wiesel hat sich der Erforschung des Zusammenwirkens aller technischen Komponenten des Theaterapparats verschrieben. Ob die Produktions- und Wirkungsmechanismen des Stumm- und Genrefilms (Clarenville, 2011), die verstörenden Science-Fiktion-Szenarien von Stanislaw Lem (Zakopane, 2015) oder, aktuell, die Universalansprüche visionärer Architektur (Superquadra, 2017): F. Wiesel erschafft komplexe Modellräume und -welten, um sie Dank eines unerhört spielerischen Zugriffs auf traditionelle und neue Theatertechnologien und Inszenierungstechniken multipel miteinander zu verschränken. Im Fokus des künstlerischen Interesses stehen dabei die mal sublimen, mal spektakulären, in jedem Fall dynamischen Missverhältnisse in Deutungs- und Wirkungsbeziehung von Modell und Bezugsrahmen. Durch den effektvollen Einsatz von Klang, Licht und Video unterziehen F. Wiesel ihre Vorlagen und ihre ästhetischen Kontexte einer Verdichtung, in der ihre utopischen wie dystopischen Dimensionen humorvoll dekonstruiert und zugleich auf unheimliche und beunruhigende Weise neu in Szene gesetzt werden. Im Zusammenspiel mit den ge- und erfundenen Narrativen entstehen so atmosphärisch dichte Performances, die ihr Publikum zusehends in ihr verführerisches Eigenleben zu verstricken verstehen. […]“

www.flinkwiesel.de

Veranstaltungen, die am Mousonturm zu sehen waren