„Aswang“ steht in den Philippinen für Hexen, Vampire, Geister und Werwölfe – eine Ansammlung böser Geister, die in Mythen und populären Filmen eine wichtige Rolle spielen. Als Präsident Rodrigo Duterte 2016 sein Amt antrat, tauchten sie jedoch auch im realen Leben auf den Straßen von Manila auf. Im Rahmen von Dutertes Drogenkrieg haben Todesschwadronen zehntausende Drogenkonsument*innen, Dealer*innen und unschuldige Passant*innen erschossen, gefoltert und entführt. Ab dem 23. September muss sich Duterte in einem Vorverfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ verantworten.
In ihrem preisgekrönten Dokumentarfilm „Aswang“ begleitet Regisseurin Alyx Ayn Arumpac eine Gruppe von Menschen, deren Leben mit der zunehmenden Gewalt verflochten sind: einen Journalisten, der sich gegen die Gesetzlosigkeit auflehnt, einen Gerichtsmediziner, einen Missionar, der Hinterbliebene tröstet, und einen Straßenjungen, dessen Eltern im Gefängnis sitzen und dessen Freunde auf dem Friedhof liegen.
Im Anschluss findet ein Gespräch mit der Regisseurin Alyx Ayn Arumpac statt.
Infos
- Filmdauer: 85 Min.
- Sprache: Tagalog mit englischen Untertiteln
- Gespräch mit der Regisseurin im Anschluss
- Produktionsland: Philippinen, Deutschland, Katar, Norwegen, Frankreich, Dänemark
- Produktionsjahr: 2019
Beteiligte und Förderer
Regie: Alyx Ayn Arumpac
Drehbuch: Alyx Ayn Arumpac
Darsteller*innen: Giancarlo Abrahan (Narration), Anne Fabini (Narration), Ciriaco Santiago III, Orly Fernandez, Vincent Go, Ezra Acayan, J.S., C.P., C.S.
Produzent*innen: Armi Rae Cacanindin, Alyx Ayn Arumpac
„Sincerely Yours, the Philippines“ ist ein Projekt des Künstler*innenhaus Mousonturm in Kooperation mit dem Goethe-Institut Philippinen. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, gefördert von dem Beauftragten für Kultur und Medien. Gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, das Goethe-Institut und „Philippinen - Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2025“.
Biografie
Alyx Ayn Arumpac ist eine Filmemacherin aus dem Süden der Philippinen. Ihre Arbeiten befassen sich mit den Verflechtungen von Politik, Erinnerung, Widerstand und staatlicher Gewalt. Ihr Debütfilm „Aswang“ (2019) über den Drogenkrieg auf den Philippinen gewann 25 internationale Preise, darunter den FIPRESCI-Preis beim Internationalen Dokumentarfilmfestival Amsterdam (IDFA), und ist der erste Dokumentarfilm, der sowohl bei den Gawad Urian Awards als auch bei den Filipino Academy for Motion Picture Arts and Sciences (FAMAS) als bester Film ausgezeichnet wurde. Sie ist Absolventin des DocNomads European Master Course in Documentary Directing, des Filminstituts der Universität der Philippinen und der Philippine High School for the Arts.