Macho Dance Workshop

Eisa Jocson

Das Foto zeigt die Tänzerin Eisa Jocson in rückwärts gebeugter Pose mit ausgestreckten Armen. Sie trägt Shorts und Stiefel, die Szene ist in blaues Licht getaucht.
(c) Giannina Ottiker
Das Foto zeigt die Tänzerin Eisa Jocson in Shorts und Stiefeln in dynamischer Pose auf einer Bühne mit roter Beleuchtung. Die Arme und Beine sind expressiv ausgestreckt.
(c) Giannina Ottiker
Das Foto zeigt die Performerin Eisa Jocson mit langem schwarzen Haar in einer Pose auf dem Boden, den Oberkörper nach hinten gebeugt. Sie trägt schwarze Shorts und Stiefel.
(c) Giannina Ottiker

Macho Dance Workshop

Eisa Jocson

Einmal auch ein Macho sein! An diesem Abend ist alles möglich. Eisa Jocson, Choreografin, Tänzerin und Kuratorin von „Sincerely Yours, The Philippines“, führt in einem einstündigen Workshop mit anschließender Tanzparty in die Grundlagen des Macho Dancing ein. Macho Dancing ist eine Tanztechnik, die in den Nachtclubs von Manila ausschließlich von Männern performt wird. Eisa Jocson hat diese Technik für ihr Solo „Macho Dancer“ erlernt, das sie international bekannt gemacht hat und mit dem sie nicht nur mehrmals am Mousonturm zu sehen war, sondern 2016 auch im Video „Ho do you like my cut“ der Sängerin Peaches. Darin umgarnt Jocson mit kreisenden, langsamen Hüftbewegungen bis heute Zuschauende in der ganzen Welt. Sie lässt ihre Muskeln spielen, vermittelt durch Spannung und Posen Kraft und Dominanz und verwischt so die Grenzen zwischen den Geschlechtern. In ihrem Workshop lädt Eisa Jocson ein, die Körperlichkeit des Macho Dances zu erforschen, seine besonderen Haltungen, seinen Gang und die unterschiedlichen Posen. Nachdem die Grundlagen im ersten Teil des Abends vermittelt werden, kann mit dem Erlernten danach in einer Macho-Dance-Party experimentiert und dem Machismo und Patriarchat in einer lustvollen Mimikry der Kampf angesagt werden.   

Infos

Tanzkenntnisse sind nicht erforderlich – alle können mitmachen. Bitte Schuhe mit Gummisohlen und bequeme Kleidung mitbringen. Für den Workshop werden Knieschoner empfohlen.

Beteiligte und Förderer

„Sincerely Yours, the Philippines“ ist ein Projekt des Künstler*innenhaus Mousonturm in Kooperation mit dem Goethe-Institut Philippinen. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, gefördert von dem Beauftragten für Kultur und Medien. Gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, das Goethe-Institut und „Philippinen - Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2025“.

Biografie

Eisa Jocson ist visuelle Künstlerin und Choreografin mit Lebensmittelpunkt in Manila (Philippinen). Sie ist ausgebildete bildende Künstlerin und machte erste Tanzerfahrungen im Ballett und Pole Dance.  ​Mit ihren Arbeiten ​enthüllt sie die Körperpolitik in der Dienstleistungs- und Unterhaltungsindustrie aus der einzigartigen sozioökonomischen Perspektive der Philippinen. Sie untersucht, wie sich der Körper bewegt und unter welchen Bedingungen er sich bewegt – sei es soziale Mobilität oder Bewegung aus den Philippinen durch Migration. In all ihren Kreationen – von Pole Dance über Macho Dance und Hostess-Arbeit bis hin zu ihren Studien der Disney-Prinzessinnen, Superwoman und Zoo-Tieren – ist das Kapital die treibende Kraft der Bewegung, die den in die Pflicht genommenen Körper in räumliche Geografien drängt. Jocson hat eine enge Arbeitsbeziehung mit dem Künstler*innenhaus Mousonturm. Der Mousonturm hat zahlreiche ihrer Arbeiten koproduziert bzw. produziert. Mit vielen von ihnen war sie zahlreichen großen Festivals zu sehen und gastiert regelmäßig an Theatern in der ganzen Welt; mit dem Solo-Triptychon: Death of the Pole Dancer (2011), Macho Dancer (2013) und Host (2015) sowie mit der HAPPYLAND-Serie: Princess (2017), Your Highness (2017), Manila Zoo (2021). The Filipino Superwoman Band (2019), eine Arbeit über die affektive Arbeit von philippinischen Musiker*innen in Übersee, wurde von der Sharjah Biennale in Auftrag gegeben. Sie ist Preisträgerin des 2018 Cultural Centre of the Philippines 13 Artists Award, Gewinnerin des Hugo Boss Asia Art Award in 2019 und erhielt den 2021 SeMa-HANA Award für das Werk TFSB2020: Superwoman, Empire Of Care auf der Seoul MediaCity Biennale.