Mercedes Flores Mujica | Contemporary
12.01. - 16.01.2026 + 19.01. - 23.01.2026

Die Tänzerin Maria Mercedes Flores steht auf einer Bühne und streckt dynamisch einen Arm nach oben. Ihr Körper ist in Spannung, der geöffnete Mund verstärkt den Ausdruck von Energie und Präsenz im Moment der Bewegung.
© Ezequiel Angeloni

Mercedes Flores Mujica | Contemporary
12.01. - 16.01.2026 + 19.01. - 23.01.2026

Durch rhythmische und somatische Übungen versuchen wir das Becken als beweglichen Motor unseres Körpers zu verstehen. Mechanisch gesehen ist das Becken das Zentrum unseres Körpers und der Schlüssel zum Umgang mit unserem Gewicht und dessen Mechanik. Energetisch wird es als Auslöser für Kreativität und Lebendigkeit gesehen und verstanden. Wir wollen verspielt und mit viel Freude verschiedene Bewegungs-Möglichkeiten erkunden, um mit unserem Gewicht zu spielen, Spannungen zu lösen, das Zentrum unseres Körpers zu stärken und unsere Lebhaftigkeit zu fördern. Gleichzeitig soll ein Gefühl für Kollektivität aufgebaut werden. Das Training besteht aus festgelegten sowie improvisierten Bewegungen.

Eine große Motivation für die Entwicklung dieser Praxis ist die Auflehnung gegen den kolonialisierten Körper: das Verweigern gerader Linien und steifer Vertikalität, um sie in Kurven und animalische Körper zu verwandeln. Sie fördert auch die Erforschung der Lust, der Freude am eigenen Körper und an der eigenen Körperlichkeit sowie die Stärkung unserer selbst durch Freude und (Un-)Behaglichkeit.

Infos
  • Sprache: Deutsch oder Englisch
  • Zeitraum: 2 Wochen
  • Montag bis Freitag, 10:00 - 11:30 Uhr
  • Ort: Mousonturm Probebühne 3 (4. Stock)
  • Die Probebühne 3 ist ab 09:30 Uhr geöffnet.

Kosten

  • Einzelne Stunde: 6 €
  • Karte mit 10 Unterrichtsstunden: 35 €
  • Kostenlos für Studierende von MA CoDE, MA CuP und BAtanz 
  • Nur Barzahlung möglich.
Biografie

Maria Mercedes Flores Mujica ist eine synkretistische (Synkretismus = Symbiose von Merkmalen verschiedener Genres) inter(un)disziplinäre venezolanische Tanzkünstlerin, die in Köln lebt. Ihre Arbeiten hinterfragen kulturelle Hierarchien sowie die heutige Wissensproduktion und -rezeption und erforschen die Schnittstellen zwischen Trans- und Hyperkulturalität, Zeit-Raum-Verschiebungen und erlebten Körperlichkeiten durch die Erforschung von Volkstänzen und -musik. Die Erforschung auditiver, visueller und taktiler Rhythmen ermöglicht es ihr, Kommunikationsformen zu schaffen, die eine Brücke zwischen Performer*innen, Publikum und Raum schlagen. Mit selbstermächtigenden, genussorientierten Körperpraktiken, einer Ästhetik des Informellen, Collagen und Überlagerung, als kompositorische Praxis, schafft sie performative Ökosysteme, die auf der Bühne und darüber hinaus erblühen.