Monga

Jéssica Teixeira

Eine Performerin steht neben einem Mikrofon unter rotem Bühnenlicht; hinter ihr zeigt eine große Leinwand eine Nahaufnahme ihres Gesichts.*
© Andy Catlin
Jéssica Teixeira: Monga (DGS-Flyer)
Eine Performerin steht neben einem Mikrofon unter rotem Bühnenlicht; hinter ihr zeigt eine große Leinwand eine Nahaufnahme ihres Gesichts.*
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© Andy Catlin
© Ines Costa
Eine Performerin steht unter einem kreisförmigen Ringlicht über ihrem Kopf, das ihr Gesicht vor dunklem Hintergrund ausleuchtet.
© Lilia Zanetti
Eine Performerin in einer Gorillamaske steht mit dem Rücken zum Publikum auf der Bühne, den Arm in der Nähe eines Mikrofons erhoben, bei gedämpftem Licht.
© Lilia Zanetti
© Lilia Zanetti

Monga

Jéssica Teixeira

“I’m not afraid of my body. If I was, would you be more comfortable?” – Jéssica Teixeira 

Mit einladender Furchtlosigkeit, zutiefst poetisch und voll mitreißendem Humor wirft die brasilianische Künstlerin Jéssica Teixeira bei ihrem Frankfurt-Debut den Blick zurück: Ihre preisgekrönte Performance „Monga“ ist eine Abrechnung mit der Brutalität der „Freak Shows” im 19. Jahrhundert. Hier wurden Menschen und ihre Körper einem sensationslüsternen Publikum vorgeführt. Jéssica Teixeira bricht in ihrer Bühnenshow mit dieser ausbeuterischen Macht des Blicks und fordert bei reichlich Live-Musik und manchem Shot Cachaça von ihrem Publikum lebendige Formen der Verbundenheit.

„Monga” zeichnet das Leben der mexikanischen Tänzerin, Performerin und Sängerin Julia Pastrana (1834–1860) nach, das von unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Ausbeutung geprägt war. Selbst nach dem frühen Tod mit 26 Jahren wurde ihr Körper noch in den „Freak Shows“ ausgestellt. Ausgehend von ihrem eigenen Körper führt Jéssica Teixeira ihre Recherchen zu Kolonialismus und Ableismus in der Performance fort, spiegelt und entblößt im grellen Scheinwerferlicht die Gaffer und findet im Funkeln der Disco-Kugel die intime Schwebe zwischen Hommage, Sühne und Spektakel.

Infos
  • Dauer: 90 Min. 
  • Sprache: Portugiesische Lautsprache mit deutschen und englischen Übertiteln und Deaf-Performance
  • Alter: empfohlen ab 18 Jahren
  • Hinweis: Es kommt zum Einsatz von Stroboskop
Barrierefreiheit

Barrierefreiheit der Veranstaltung

Dolmetschung in Gebärdensprache

Barrierefreiheit des Spielorts

Zugänglich mit Rollstuhl
Barrierefreie Haltestelle
Behindertenparkplätze vorhanden
Barrierefreie Toilette
Assistenzhund willkommen
  • mit Deaf-Performance
  • DGS to go: Übersetzer*innen in Deutsche Gebärdensprache vor Ort vor und nach der Veranstaltung
  • DGS-Flyer auf Vimeo
Beteiligte und Förderer

Regie, Drehbuch und Performance: Jéssica Teixeira 
Künstlerische Leitung: Chico Henrique 
Musikalische Leitung und Gitarre: Luma 
Technische Leitung und Lichtdesign: Jimmy Wong 
Assistenz für Lichtinstallation und -betrieb: Dara Duarte 
Video-/Fotografie-Regie: Ciça Lucchesi 
Deaf Performance: Janos-Calvin Giuranna      
DGS-Übersetzung: Magdalena Giuranna, Nick Barik Bicakoglu  
Körpervorbereitung: Castilho 
Zabumba: Juliano Mendes 
Bühnenmanager: Aristides Olivera 

Produzenten: Rodrigo Fidelis, Gabi Gonçalves und Khazar Masoumi – Corpo Rastreado 
Internationaler Vertrieb: Corpo a Fora und Farofa 

Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie vom Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur im Rahmen der Reihe All In - Theater von allen für alle. Mit freundlicher Unterstützung des Freunde und Förderer des Mousonturm e.V.

DGS-Übersetzung: Teil der Maßnahmen zur Barrierefreiheit am Künstler*innenhaus Mousonturm, gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt und die Aventis Foundation.

Biografie

Jéssica Teixeira ist eine Multikünstlerin und lebt in Fortaleza, Brasilien. Ihre künstlerische Praxis ist stark von der Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper geprägt, den sie als Instrument zur kritischen Reflexion und Mittel politischen Widerstands einsetzt. Für ihre Arbeit „Monga” wurde Jéssica Teixeira 2025 mit dem renommiertesten brasilianischen Theaterpreis in der Kategorie Beste Regie ausgezeichnet.

Hinweise zum Inhalt und zu sensorischen Reizen
  • Inhalt: Thematisierung von Ableismus und Rassismuserfahrung, Tod (u.a. während einer Geburt), Sezierung, Mord, Ausbeutung, Reproduktion ableistischer Sprache, Alkohol (u.a. Ausschank an das Publikum)
  • Sensorische Reize: Stroboskop, Dämmerlicht, Scheinwerferlicht, flackernde Bilder auf einem Bildschirm, reflektierende Discokugel, laute Musik, laute Sirenengeräusche, Alkoholgeruch, Nebel
  • Interaktion: Fragen an das Publikum und Einzelpersonen, Berührung der Hände (1. Reihe), Aufforderung zum Tanz, Verteilung von Rum-Shots an das Publikum mit Trinkaufforderung