Stellung halten. Ukrainische Frauen in Zeiten des Krieges.
Gespräch mit Magda Szpecht und Maryna Shevtsova

Portait von Maryna Shevtsova. Sie trägt einen grünen Pullover.

Stellung halten. Ukrainische Frauen in Zeiten des Krieges.
Gespräch mit Magda Szpecht und Maryna Shevtsova

Obwohl die militärische Mobilisierung von Frauen nicht obligatorisch ist, ist ihre Zahl seit 2014 gestiegen. 2024 waren es über 67.000. Das Engagement ukrainischer Frauen für die Verteidigung ihres Landes zeigt, dass Frauen in der modernen Kriegsführung eine immer wichtigere Rolle spielen. Der deutliche Anstieg der Zahl weiblicher Soldaten an der Front und von Frauen, die auf vielfältige Weise zur Kriegsführung beitragen – darunter Minenräumung, Drohnenabwehr sowie zivile und medizinische Dienste –, hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Selbstbestimmung und Gleichstellung von Frauen in der ukrainischen Gesellschaft.

Im Anschluss an die Vorführung von She Stands in the Middle of the Battlefield am 20. Februar findet eine Diskussion mit dem Titel „Ukrainische Widerstandsfähigkeit auf dem Schlachtfeld und zu Hause“ statt, in der es um die Perspektiven der Zivilbevölkerung geht – vor allem aus der Sicht von Frauen und LGTBQ+-Gemeinschaften und ihrem Alltag während des vierjährigen Krieges in der Ukraine. Es sprechen die polnische Regisseurin Magda Szpecht und die ukrainische Wissenschaftlerin, Autorin und Menschenrechtsaktivistin Maryna Shevtsova.

Infos
  • Sprache: Englisch
Biografie

Maryna Shevtsova ist Senior Postdoctoral FWO Fellow an der KU Leuven. Ihre Arbeit konzentriert sich auf LGBTQ+-Politik, Anti-Gender-Mobilisierung, Nationalismus und Geopolitik in Osteuropa und im postsowjetischen Raum. Sie hat zahlreiche Publikationen zu Sexualität und Sicherheit, feministischen Methodologien und Zivilgesellschaft unter autoritären und konfliktreichen Bedingungen veröffentlicht. Shevtsova ist Autorin und Herausgeberin mehrerer Bücher und Sonderausgaben, darunter der Sammelband Feminist Perspectives on Russia’s war in Ukraine: Hear Our Voices (Lexington Books 2024). Sie ist außerdem Mitbegründerin der Equal Opportunities Platform, einer ukrainischen NGO mit Sitz in Dnipro, die sich für die Bekämpfung von Diskriminierung und die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter einsetzt. Im Jahr 2022 erhielt sie für ihre Arbeit als feministische Wissenschaftlerin und Menschenrechtsaktivistin den Emma-Goldman-Preis.