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keep on moving – die tanzende Schule - Programm - Künstler*innenhaus Mousonturm

keep on moving – die tanzende Schule

Foto zeigt mehrere Kinder in einer Sporthalle, die gleichzeitig springen und sich im Raum bewegen. Zwei Kinder im Vordergrund heben gemeinsam ab, während andere verteilt folgen. Die Szene vermittelt koordinierte Bewegung in einer Gruppenübung.
© De-Da Productions
Foto zeigt eine Gruppe von Kindern und zwei anleitende Erwachsene in einer Sporthalle, die gemeinsam springen und sich im Kreis bewegen. Die Teilnehmenden sind verteilt angeordnet und führen synchron eine Bewegungsübung aus.
© De-Da Productions
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© De-Da Productions

keep on moving – die tanzende Schule

Tanz in Schulen als kulturelle Bildung im schulischen und außerschulischen Kontext

Das am Künstler*innenhaus Mousonturm angesiedelte Zentrum Junger Tanz sucht zum Schuljahr 2026/27 eine Grundschule und eine weiterführende Schule aus Frankfurt am Main, die eine 3-jährige Kooperation mit ihm eingehen möchten.

Das Projekt „keep on moving“ möchte Tanz als eigenständige Kunstform dauerhaft im Schulalltag verankern. Dabei geht es nicht nur um Bewegung, sondern um ganzheitliches Lernen: Kinder und Jugendliche werden in ihrer persönlichen, sozialen und emotionalen Entwicklung gestärkt. Sie erleben, dass der eigene Körper ein wichtiges Mittel für Ausdruck, Kommunikation und kreatives Gestalten ist. Über zeitgenössische und urbane Tanzformen werden Themen wie Demokratie, Vielfalt, Teilhabe und Gemeinschaft praktisch erfahrbar — durch eigenes Tun, gemeinsames Entwickeln und respektvollen Austausch.

Zielgruppen und Rahmenbedingungen

Die Kooperation richtet sich jeweilig an:

Eine Grundschule: zwei Klassen der Jahrgänge 1–4 (6–10 Jahre) im regulären Unterrichtsverband.

Eine weiterführende Schule: zwei Klassen der Jahrgänge 5–9 (10–16 Jahre) im Klassenverband.

Das Team des Zentrums Junger Tanz begleitet die Schulen über drei Jahre hinweg auf ihrem Weg zu einer „tanzenden Schule“. Bestehende, langjährig erprobte Formate werden in enger Abstimmung mit den Schulen angepasst und weiterentwickelt.

Kosten und Konditionen

Die Projektkosten werden fast ausschließlich durch das Zentrum Junger Tanz und externe Förderer getragen. Die Schule leistet einen geringen Eigenanteil. Darüber hinaus wünschen wir uns die Bereitschaft der Schulen, gemeinsam nachhaltige Perspektiven zu entwickeln, um implementierte Tanzformate auch über die dreijährige Kooperation hinaus fortzuführen.

Voraussetzungen für die Zusammenarbeit

Entscheidend für die Kooperation sind Offenheit und der Mut, sich auf einen dreijährigen gemeinsamen Prozess einzulassen. Ebenso wichtig ist die Bereitschaft von Schulleitung und Lehrkräften, Tanz als selbstverständlichen Bestandteil schulischer Bildung zu verstehen.

Wir arbeiten im Tandem-Modell: Tanzvermittler*in und Lehrkraft gestalten die Prozesse gemeinsam. So wird Wissen geteilt, Verantwortung getragen und Nachhaltigkeit ermöglicht.

Darüber hinaus braucht es die Freude daran, Schulgemeinschaft neu zu denken und zu erweitern. Auch geeignete Räume sind von Bedeutung – Aula, Sporthalle, Klassenräume, Flure oder Mensa. Tanz kann an vielen Orten innerhalb der Schule stattfinden und neue Perspektiven auf bekannte Räume eröffnen.

Das Team

Das Team des Zentrums Junger Tanz besteht aus vier Expertinnen, die die Kooperation konzeptionell und organisatorisch begleiten. Die sind:

Juliane Raschel: Kuration & Projektkoordination
Sina Schönfeld: Produktionsleitung & Koordination
Sara Dirks: Produktionsleitung
Nira Priore Nouak: Projektentwicklung & Kuration

Die Umsetzung der Formate erfolgt durch professionelle Tanzvermittler*innen.

Projektbausteine

„keep on moving“ soll das Schulleben und außerschulische Lernorte und die professionelle Tanzszene miteinander verbindet.

Das Projekt
• eröffnet kontinuierliche Zugänge zu Tanz innerhalb und außerhalb des schulischen Kontexts,
• stärkt ästhetische Bildung, kritisches Denken und Ausdrucksfähigkeit,
• unterstützt die Entwicklung einer lebendigen und inklusiven Schulkultur,
• vernetzt Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Künstler*innen und Eltern.

Ergänzende offene Formate wie die Bewegte Pause, Antanzen für Alle, Watch-Club oder die Junge Tanz Kompanie erweitern das Angebot auf die gesamte Schulgemeinschaft und schaffen zusätzliche Räume für Begegnung, Bewegung und künstlerischen Austausch.

Die einzelnen Formate werden unten detailliert beschrieben.

Projektstruktur und Formate

Das Projekt entwickelt sich über drei Jahre hinweg in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Schulen. Die Formate werden schrittweise aufgebaut, erprobt und erweitert. So kann Tanz nachhaltig im Schulalltag verankert werden und sich zu einem festen Bestandteil der Schulkultur entwickeln. Dabei werden die unterschiedlichen Rahmenbedingungen von Grundschulen und weiterführenden Schulen berücksichtigt. Zeitliche und organisatorische Strukturen werden jeweils in Abstimmung mit Schulleitung, Lehrkräften und Tanzvermittler*innen angepasst.

Phase 1 – Einstieg und Aufbau einer Tanzkultur (Jahr 1)

Im ersten Jahr liegt der Fokus auf dem Kennenlernen der Schule sowie auf der Etablierung niedrigschwelliger Zugänge zu Tanz. Zentrale Formate bilden das Paket „Classic“, das in beiden Schulformen umgesetzt wird.

Grundschule

Tanz im Unterricht

Ein fortlaufendes Tanzprojekt im Klassenverband, integriert in das Schulcurriculum (z. B. Sport oder Kulturelle Praxis).

Rahmen

·         Zeitraum: September bis Juni

·         Rhythmus: 1× wöchentlich, 45–60 oder 90 Minuten (ca. 30–35 Termine)

·         Zwei Klassen

·         Tandem aus zwei Tanzvermittler*innen und einer Lehrkraft

·         Ort: Bewegungsraum, Sporthalle oder Aula

In den wöchentlichen Einheiten werden zeitgenössische Tanzansätze prozessorientiert vermittelt: Körperwahrnehmung, Raum- und Partnerarbeit, Improvisation sowie die künstlerische Arbeit mit Themen aus der Lebenswelt der Kinder. Eigene Ideen werden entwickelt, strukturiert und gemeinsam umgesetzt. Die Lehrkräfte sind aktiv beteiligt.

Vorstellungsbesuche mit Gespräch und Workshop

Wir bieten zwei Vorstellungsbesuche pro Schuljahr im Theater (z.B. im Mousonturm) oder als mobiles Tanzstück in der Schule an.

. Im Anschluss an die Vorstellungsbesuche findet ein moderiertes Gespräch mit den beteiligten Künstler*innen statt. Vorbereitendes Material vorab unterstützt die Lehrkräfte bei dem Gespräch mit den Schüler*innen im Unterricht. Workshops zum Stück ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung durch eigenes körperliches Erproben.

Bewegte Pause

Ein offenes, freiwilliges Bewegungsangebot für alle Schüler*innen.

Rahmen

·         1× wöchentlich

·         15–20 Minuten

Kurze, spielerische Bewegungsimpulse schaffen einen Ausgleich zum sitzenden Schulalltag und ermöglichen einen niedrigschwelligen Zugang zu Tanz und Bewegung.

AG-Angebote

Tanz + Basketball AG (in Kooperation mit SKYLINERS e. V.)

Tanztraining wird mit Basketballübungen kombiniert. Rhythmus, Koordination und Teamgeist stehen im Mittelpunkt.

Tanz AG

Eine feste Gruppe arbeitet ohne Leistungsdruck mit Improvisation und choreografischen Prinzipien. Präsentationen im schulischen Rahmen sind möglich.

Weiterführende Schule

Tanz im Unterricht

Ein fortlaufendes Tanzprojekt im Klassenverband, integriert in Fächer wie Sport, Darstellendes Spiel oder Kulturelle Praxis.

Rahmen

·         Zeitraum: September bis Juni

·         Rhythmus: 1× wöchentlich, 90 Minuten (ca. 30–35 Termine)

·         Zwei Klassen pro Schule

·         Tandem aus zwei Tanzvermittler*innen und einer Lehrkraft

 

Die Schüler*innen arbeiten mit zeitgenössischen Tanzmethoden, Improvisation und choreografischen Prinzipien und können ihre eigenen künstlerischen Ideen mit der Unterstützung der Tanzvermittler*innen im Team entwickeln.

Vorstellungsbesuche mit Gespräch und Workshop

Mindestens zwei Vorstellungsbesuche pro Schuljahr – im Theater oder als mobiles Tanzstück in der Schule – ermöglichen Einblicke in professionelle künstlerische Praxis.

Gespräche mit den Künstler*innen sowie Workshops vertiefen die Erfahrung.

Bewegte Pause

Offenes Bewegungsangebot für alle Schüler*innen (1× wöchentlich, 15–20 Minuten), das Tanz niedrigschwellig im Schulalltag sichtbar macht. Hier könnte ein Format wie „show & sharing“ für die Schüler*innen geöffnet werden, in welchem sie sich gegenseitig Bewegungen zeigen. Die Rahmung wird von den Tanzvermittler*innen im Team geleitet.

AG „Alles rund um Tanz“

Diese AG richtet den Blick auf Berufe und Aufgaben hinter der Bühne: Technik, Licht, Kostüm, Dramaturgie sowie Foto- und Filmdokumentation im Tanz.

Die Schüler*innen erhalten Einblicke in Produktionsprozesse und können ihre Ergebnisse im Rahmen der Tanz in Schule-Tage präsentieren.

Phase 2 – Erweiterung und Öffnung in die Schulgemeinschaft (Jahr 2)

Im zweiten Jahr werden die bestehenden Formate erweitert und stärker in die gesamte Schulgemeinschaft hinein geöffnet.

Grundschule und Weiterführende Schule

Antanzen für Alle

Ein inklusives Mitmach-Format für die gesamte Schulgemeinschaft, eingebettet in schulische Veranstaltungen. Einfache Bewegung und Warm-up Formate ermöglichen gemeinsames Tanzen und stärken das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Schule.

Watch Club (weiterführende Schule)

Viermal jährlich werden Tanzvideos oder Aufführungsaufzeichnungen gemeinsam angesehen und diskutiert. Der Watch Club stärkt ästhetische Urteilskraft, Wahrnehmung sowie die Fähigkeit zur künstlerischen Reflexion.

Tanz in Schule-Tage

Den künstlerischen Höhepunkt für die Projektklassen im Classic bildet ein gemeinsames Präsentationsformat, meist am Ende des Schuljahres. Im Mousonturm oder an einem vergleichbaren Ort präsentieren die Klassen ihre Ergebnisse vor Mitschüler*innen, Lehrkräften, Eltern und Gästen. Im Mittelpunkt steht der Prozess: sichtbar wird, wie geforscht, gearbeitet und entwickelt wurde. Tanz wird als Teil der Schulkultur erfahrbar.

Phase 3 – Vertiefung und Verstetigung (Jahr 3)

Im dritten Jahr werden die etablierten Strukturen weiterentwickelt und besonders interessierte Schüler*innen erhalten Möglichkeiten zur intensiveren künstlerischen Arbeit.

Weiterführende Schule

Junge Tanz Company

Eine eigenständig arbeitende Jugendkompanie (ab 14 Jahren), entwickelt über ein Schuljahr hinweg eine eigene Produktion. Die Jugendlichen arbeiten mit professionellen Tanzschaffenden zusammen und können auch Verantwortung in verschiedenen künstlerischen Bereichen übernehmen. Die Produktion wird im schulischen oder öffentlichen Kontext präsentiert.