Toil

Sheena McGrandles and friends

Das Foto zeigt fünf Tänzer*innen in einer Reihe, die sich seitlich über die Bühne bewegen. Ihre Arme sind leicht nach vorn gestreckt, die Schritte wirken gleichmäßig und abgestimmt.
© Mayra Wallraff
Das Foto zeigt fünf Tänzer*innen, die eng beieinander am Bühnenrand stehen. Ihre Körperhaltungen unterscheiden sich, einige blicken nach oben oder zur Seite. Die Gruppe wirkt in einer Pause zwischen Bewegungen.
© Mayra Wallraff
Das Foto zeigt fünf Tänzer*innen, die im Kreis stehen und sich an den Händen halten. Ihre Arme sind angehoben, die Körper leicht nach innen geneigt. Die Gruppe bildet eine geschlossene Formation auf einer hellen Bühnenfläche.
© Mayra Wallraff
Das Foto zeigt zwei Musiker*innen auf der Bühne: eine Person am Schlagzeug und eine Person an Geige und Laptop. Sie sitzen bzw. stehen an Instrumenten vor hohen Stoffbahnen im Hintergrund.
© Mayra Wallraff
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Das Foto zeigt fünf Tänzer*innen in einer Reihe, die sich seitlich über die Bühne bewegen. Ihre Arme sind leicht nach vorn gestreckt, die Schritte wirken gleichmäßig und abgestimmt.
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Das Foto zeigt fünf Tänzer*innen in weiter Formation unter Bühnenlichtern. Sie bewegen sich gemeinsam nach vorn, mit leicht angewinkelten Armen und versetzten Schritten auf der hellen Spielfläche.
© Mayra Wallraff

Toil

Sheena McGrandles and friends

Ballett meets Irish Folk meets Punk! Auf elektrisierende Weise verbindet das Ensemble-Werk der nordirischen Choreografin Sheena McGrandles Sehnsucht und Entfremdung, Routine und Rebellion. Im Zentrum von „Toil“ steht der tanzenden Körper bei der Arbeit – hin- und hergerissen zwischen diesen vier gegensätzlichen Zuständen. Getrieben von der eigens komponierten Live-Musik zwischen Elektro, Folk und Punk der zwei Musiker*innen auf der Bühne zeichnen die fünf Tänzer*innen ein physisches Porträt des Tanzes: als Ort der Sehnsucht, an dem Bewegung selbst zur Arbeit wird. Entstanden aus einer tiefen Hingabe an den Tanz mit all seinen Kämpfen und Freuden entsteht eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Körperlichkeit, mit Rhythmus und Zusammenhalt. Ein andauerndes Bemühen, dem sich ständig verändernden Puls der Zeit zu folgen.   

Infos
  • Keine Sprachkenntnisse erforderlich 
  • Dauer: 60 Minuten
  • 13.06. Künstler*innengespräch im Anschluss an die Vorstellung
Barrierefreiheit

Barrierefreiheit des Spielorts

Zugänglich mit Rollstuhl
Barrierefreie Haltestelle
Behindertenparkplätze vorhanden
Barrierefreie Toilette
Angebot für Blinde
Assistenzhund willkommen
Beteiligte und Förderer

Konzept und Choreografie: Sheena McGrandles
Choreografie und Performance: Michelle Cheung, Eli Cohen, entwickelt mit Martin Hansen, aufgeführt von Emil Ertl, Mickey Mahar, Dasniya Sommer
Musikkomposition: Steve Heather, Marta Forsberg
Dramaturgie: Jette Büchsenschütz
Bühnenbild, Kostüme: Michiel Keuper
Kostümassistenz: Julianne Längin
Lichtdesign: Elliott Cennetoglu
Lichttechnik ausführend und technische Leitung: Emese Csornai
Outside Eye Choreografie: Laurie Young und Louise Trueheart
Kreative Produktion: Saskia Schoenmaker
Produktionsassistenz: Cote Jaña
PR/Social Media: Agnė Auželytė

Produktion: Sheena McGrandles, Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer, PACT Zollverein, Theater im Depot.
Gefördert von: Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt Berlin, Hauptstadtkulturfonds

Das Jubiläumsprogramm „100 Jahre Mousonturm“ wird durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am
Main gefördert.

Biografie

Sheena McGrandles ist Choreografin und Tänzerin und lebt in Berlin. Sie stammt ursprünglich aus Nordirland und wuchs in einer Arbeiterfamilie auf, die kaum Zugang zu Tanzunterricht hatte. Sie lernte Ballett aus Büchern und dem Fernsehen, bevor sie sich einen Platz am Laban Centre London sicherte. Später absolvierte sie den Masterstudiengang „Solo Dance Authorship“ (SODA) am HZT / UdK Berlin mit einem Exzellenzstipendium der Deutschen Nationalen Akademischen Stiftung und wurde für die achtmonatige Residenz bei K3, Kampnagel, ausgewählt. 

Seit 2010 lebt und arbeitet sie in Berlin. Ihre Praxis ist hybrid und reicht über die Bühne hinaus; sie umfasst Choreografie, Performance, Lehre, Mentoring, Kuratieren sowie langfristige Kooperations- und Infrastrukturprojekte. Neben ihrer künstlerischen Praxis engagiert sie sich in von Künstler*innen geführten Kollektiven wie PSR und neue häute / agora, die basisdemokratische, nicht-hierarchische Räume für körperbasierte Praktiken und lokalen Austausch schaffen. 

Choreografisch ist ihr Werk von einem starken Bekenntnis zu Form, Präzision und Virtuosität geprägt, wobei ihr Fokus langfristig auf radikaler Zeitlichkeit liegt. Sie untersucht, wie Körper und Bewegung verlangsamt, angehalten oder extrem bearbeitet werden können, um die Aufmerksamkeit auf Momente des Dazwischen zu lenken und das Alltägliche in Choreografie zu verwandeln. Diese Forschung fließt in die Reihe „Radical Temporalities & Illogical Intimacies“ ein, zu der FIGURED (2019), FLUSH (2020), ANYONETHING (2023) und as long as you want (2024) gehören, das am HAU Hebbel am Ufer uraufgeführt wurde. 

Parallel dazu hat Sheena einen autobiografischen Werkkomplex entwickelt, der sich mit großen Theatergenres auseinandersetzt. Dazu gehören „DAWN: A Musical on Reproduction“ (2021), „MINT: An Opera on Money“ (2024) und „TOIL“ (2025). „TOIL“ betrachtet den tanzenden Körper als Ausdruck von Arbeit und Sehnsucht und greift dabei auf Ballett, irischen Folk und Punk zurück, um Arbeit als emotionalen, körperlichen und kollektiven Zustand zu erforschen. 

Ihre Arbeiten werden national und international gezeigt, und sie wurde bereits zweimal zur Tanzplattform Deutschland eingeladen (2020, 2022). Seit 2024 erhält Sheena eine Basisförderung, die ihre kontinuierliche künstlerische Forschung und langfristige Kooperationen unterstützt.