Karkerou

Smadar Goshem

Portait von Smadar Goshen. Sie trägt ein grün-rotes T-Shirt und blickt seitlich Richtung Kamera.
© Zoya Domaskina

Karkerou

Smadar Goshem

Ein mobiles Tanzstück für Grundschulen 

Das Tier- und Pflanzenuniversum im mobilen Tanzstück „Karkerou“ ist faszinierend und rätselhaft. Alle Lebewesen bauen sich dort ihre ganz eigene Welt und passen sich klug an ihre Umgebung an. Vor allem reden hier die Tiere und Pflanzen miteinander. Allerdings können wir Menschen oft nur erraten, was sie sich zu erzählen haben.

Gemeinsam mit zwei Tänzer*innen geht das junge Publikum in „Karkerou“ auf eine bewegte Entdeckungsreise. Auf welche Wesen werden sie treffen? Sind sie schüchtern und verstecken sich? Oder ganz aufgeregt und wuseln herum? Geben sie merkwürdige Laute von sich? Vielleicht erstarren sie ja auch oder verändern ihre Form? Vieles wirkt nur auf den ersten Blick etwas seltsam, in Wirklichkeit ist alles ganz anders, als man denkt!

Das mobile Tanzstück „Karkerou“ kommt direkt zu den Kindern in die Schule und verwandelt den vertrauten Raum in eine lebendige, klingende Welt. Tanz, Musik und Geräusch treten in Beziehung zu den Kindern. Eine lebendige Klanglandschaft begleitet die tänzerische Reise und öffnet Räume für Neugier und Fantasie. Die Kinder sitzen dabei nah bei den Tänzer*innen, mitten im Geschehen, und können an manchen Momenten ihren Platz wechseln, um das Stück immer wieder aus einer neuen Perspektive zu erleben.

„Karkerou“ ist eine Einladung, eine künstlerische Erfahrung zu machen und behutsam mit Gefühlen aus dem eigenen Alltag in Berührung zu kommen. Die Kinder betreten einen neuen Ort: Manchmal braucht es Mut, manchmal Zurückhaltung, manchmal Geduld. Oft fühlt es sich besser an, zunächst nur zu beobachten, bevor sich ein eigener Zugang findet.

Infos
  • Dauer: 35-40 Minuten zzgl. Nachgespräch
  • Alter: 6-8 Jahren
  • Sprache: ohne Sprache
  • Nachgespräch auf Deutsch und Englisch
Beteiligte und Förderer

Konzept + Choreografie: Smadar Goshen
Ko-Kreation + Tanz: Julia Alsdorf und Emma Rasmussen
Kostüm- + Requisitendesign: Laura Yoro
Bühnenbild + technologisches Konzept: Lior Skoury

„Karkerou“ ist eine Produktion des Zentrum Junger Tanz, im Rahmen von ‘A Better Place’ und Teil von explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum.

Das Zentrum Junger Tanz ist ein Projekt des Künstler*innenhaus Mousonturm, gefördert von der Crespo-Foundation und von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main.

“A Better Place” ist ein Projekt des Künstler*innenhaus Mousonturm in Kooperation mit TheaterGrueneSosse im Rahmen der Jungen Theaterwerkstatt am Zoo – in Zusammenarbeit mit Paradiesvogel e.V. Es ist gefördert durch das Dezernat für Kultur und Wissenschaft Frankfurt am Main, den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main und die Aventis Foundation.

Explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum ist ein Zusammenschluss von fabrik (moves) Potsdam, Fokus Tanz München, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, K3 – Zentrum für Choreografie | Tanzplan Hamburg, Künstler*innenhaus Mousonturm Frankfurt/Main und Perform[d]ance Stralsund.

 

Biografie

Smadar Goshen ist Tänzerin, Choreografin und Tanzlehrerin. Sie wurde in Israel geboren und lebt und arbeitet heute in Stuttgart, Deutschland. Sie ist zertifizierte Gaga-Lehrerin sowie Trainerin für Gyrotonic und Gyrokinesis. Diese Methoden nutzt sie, um gemeinsam mit Tänzer*innen eine individuelle Bewegungssprache zu entwickeln. Sie studierte Tanz und Choreografie an der Jerusalem Academy of Music and Dance. 2011 entstand ihr erstes Stück Urbania in Tel Aviv. Seitdem arbeitet sie international und entwickelt eigene Produktionen. Seit 2020 entstehen ihre Arbeiten in Deutschland, darunter Peninsula Flora (2020), Hoomans (2021), Grand Noir (2022), Ken (2024) und Body that Stands (2025). In ihren Arbeiten untersucht sie Fragen nach Identität, Körper und dem Verhältnis des Menschen zu seiner Umgebung. Ihre Stücke verbinden Tanz mit theatralen Elementen und körperlichem Ausdruck. Das Publikum sitzt oft sehr nah am Geschehen, wodurch auch feine Bewegungen und Details sichtbar werden.