Wie kann Performance als Katalysator für Gedanken, Gefühle und Ideen wirken?
Die Begründerin des postmodernen Tanzes Deborah Hay zeigt ihre neueste Arbeit „Performance Club“ – eine Performance, die sich im Laufe von neun Tagen jeden Abend auf ein Neues entfaltet und die Grenzen zwischen Performerin und Publikum, zwischen Kunst und Leben, verschwimmen lässt.
- Der Performance Club ist ein einstündiges Ereignis. Die Idee entspringt einem Wunsch nach Recherche – eine Tanzperformance als offene Bibliothek, die nach Prinzipien strukturiert ist.
- Die Live-Performance dauert 15 bis 30 Minuten. Anschließend folgt eine 45- bis 30-minütige Phase, in der das Publikum reagiert und den verbleibenden Teil der Stunde gestaltet.
- Es gibt weder Kritik noch verbales Feedback. Stattdessen ist jede Person eingeladen, auf das gesehene zu reagieren und es weiter zu gestalten – etwa durch Meditation, Zeichnen, Schreiben, Tanzen, Bewegung, Ausruhen oder auf eine ganz eigene Weise.
Infos
- Dauer: 60 Minuten
- keine Sprachkenntnisse erforderlich
- Deutsche Erstaufführung
Beteiligte und Förderer
Von und mit: Deborah Hay
Eine Performance im Rahmen von „How to Make a Life?“.
„How to make a life“, ein Festival des Künstler*innenhaus Mousonturm im Rahmen von WDC 2026, wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, gefördert von dem Beauftragten für Kultur und Medien sowie gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die Aventis Foundation im Rahmen der Vertrauensförderung und durch das Goethe-Institut Peking.
WDC 2026 wird gefördert durch das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.
Biografie
Die Choreografin und Performerin Deborah Hay begann ihre Karriere Anfang der 1960er-Jahre beim Judson Dance Theater. In mehr als fünf Jahrzehnten an der Spitze choreografischer Experimentierfreude hat sie mit ihren wegweisenden Arbeiten und einflussreichen Büchern „Lamb at the Altar“ (1991, Duke University Press), „My Body, the Buddhist“ (2001) und „Using the Sky“ (2019, Wesleyan University Press) das Feld des Tanzes nachhaltig geprägt und neu definiert.
Sie gehört zu den 21 US-amerikanischen Performance-Künstler*innen, die 2012 mit dem erstmals vergebenen und wegweisenden Doris Duke Artist Award ausgezeichnet wurden. Am 5. Mai 2015 verlieh ihr die französische Kulturministerin den Titel Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres.
Das Festival Tanz im August widmete Deborah Hay 2019 mit „RE-Perspective“ eine umfassende Werkschau, die Arbeiten von 1968 bis in die Gegenwart umfasste. 2021/22 präsentierte das Mercat de les Flors in Barcelona eine weitere Retrospektive ihres Schaffens. Weitere Informationen finden sich unter www.deborahhay.com.
über „The Lesser Told Story“
„The Lesser Told Story“ ist eine Aufforderung zur Begegnung. Das Festivalformat lädt vier herausragende Künstler*innen, Geschichtenerzähler*innen und Performer*innen dazu ein, etwas Neues auszuprobieren: Statt eine fertige Performance zu zeigen, begeben sie sich auf die Suche nach den eigenen verborgenen, bisher unerzählten Geschichten. Diese können mit oder ohne Sprache funktionieren – über Bewegung, Tanz, Poesie oder Beziehungen.
- Die Begründerin des postmodernen Tanzes Deborah Hay zeigt ihre neueste Arbeit „Performance Club“ – eine Performance, die sich im Laufe von neun Tagen jeden Abend auf ein Neues entfaltet und die Grenzen zwischen Performerin und Publikum, zwischen Kunst und Leben, verschwimmen lässt.
- Der Choreograf Faustin Linyekula begibt sich mit einer 75-jährigen ehemaligen Tänzerin auf Spurensuche zum ersten Ballett National in Zaire.
- Choreografin Eszter Salamon widmet sich in einem Duett mit ihrer Mutter Erzsébet Gyarmati erneut ihrer lang angelegten Recherche zur Beziehung zwischen Müttern und Töchtern.
- Autor und Performer Tim Etchells (Forced Entertainment) öffnet seine Schreibpraxis für Publikum und lädt zu einer Reflexion darüber ein, wie sich ein Leben erzählen lässt.