Im Rahmen der siebenteiligen Vorlesungsreihe „(Un)settled. Performance, Protection, and Politics of Insecurity” spricht Valeria Graziano über ihre Theorie der Nebenproduktion.
Lässt sich die Existenzweise bestimmter konkreter und theoretischer Gegenstände nur begreifen, wenn man sie als Nebeneffekte von Prozessen betrachtet, die darauf ausgerichtet sind, etwas anderes zu erzeugen? Die Kulturtheoretikerin Valeria Graziano spricht im Rahmen der HTA-Ringvorlesung über ihre laufende Arbeit an einer Theorie der Nebenproduktion. Indem Nebenproduktion als ein Regime der Praxis verstanden wird das Körper in mittelbare Verstrickungen mit ihrem Begehren und ihrer Umwelt verwickelt, könnte es aktuelle Aporien der Produktions- und Reproduktionstheorien umgehen. Graziano versucht einen anderen ethisch-ästhetischen Horizont für Praktiken, die auf politischen Wandel ausgerichtet sind, bereitzustellen.