(c) Sergiu Matis / collage by Philip Ingman

Antye Greie (AGF), Sarah Friend, Britt Wray, Paul Prudence und Alexander Scholz

Facing Extinction: The Art of Coping, Healing, and Restoration

Digitales Festivalzentrum & Digitales Festivalzentrum

Diskussion/Panel/Vortrag

Vom dramatischen Verschwinden der Arten auf der ganzen Welt bis hin zum Verlust von kulturellem Erbe – unser Zeitalter ist ein Zeitalter der Trauer um unwiederbringliche Kulturen und Spezies. Das Panel versammelt Künstler*innen, Denker*innen und Designer*innen, die die Folgen des Verschwindens untersuchen und diesem etwas entgegensetzen.

Antye Greie-Ripatti, die als AGF und selbsternannte “Audio-Bildhauerin”, Dichterin und Künstlerin für neue Medien auftritt, verwendet Sprache und feministische Klangtechnologien, um unterrepräsentierten Gruppen Gehör zu verschaffen. Ihr neues experimentelles Klangportal Rec-on.net versteht sich als digitaler Raum für politische Soundarbeit und politisches Zuhören.

Inspiriert durch den Svalbard Global Seed Vault startete die kanadische Künstlerin und Blockchain-Expertin Sarah Friend das Remembering Network. Das Projekt ist ein Versuch, ein digitales “Saatgut-Depot” mit Hilfe von Peer-to-Peer-Protokollen zu konstruieren, das ähnlich wie eine Saatgut-Datenbank, die Arten von extremem Klima und Wetter bewahren soll, Daten vor Netzwerkfehlern und Takedown-Versuchen schützt.

Die Wissenschafts-Autorin Britt Wray untersucht den Zusammenhang zwischen Klimakrise und psychischer Gesundheit. Nach “Rise of the Necrofauna: The Science, Ethics and Risks of De-Extinction (Greystone Books 2017)” arbeitet sie derzeit an ihrem zweiten Buch “Generation Dread” (Knopf-Random House, 2021) über eco-anxieties, die fundamentalen Ängste, die uns ergreifen, wenn wir laufend vor klima-ethische Entscheidungen und Dilemmas gestellt werden, oder uns um den unwiederbringlichen Verlust von Polareis und Regenwäldern sorgen. Britt Wray veröffentlicht dazu außerdem einen Newsletter, der wöchentlich Analysen zu emotionalen Reaktionen auf das Klima, der allgemeinen ökologische Krise und Möglichkeiten, Resilienz aufzubauen, vorstellt.

Paul Prudence ist als Soundkünstler und Autor des Essays “The Sound of Disappearance & The Sonic Sublime” eingeladen, in dem er das Konzept des “ecocritical listening” vorstellt und wichtige Arbeiten von Kolleg*innen aus der Soundkunst vorstellt. Moderiert wird das Panel von NODE20 Co-Kurator und Publizist Alexander Scholz.

Weitere Speaker*innen u.a.: Melisa Allela Achoka, Anna-Luise Lorenz, Kat Austen, Mary Maggic, Ellie Irons (Environmental Performance Agency)

All Information in English on the NODE website

Zugang via: Digitales Festivalzentrum oder NODE Youtube-Livestream
Dauer: ca. 90 Min
Sprache: Englisch