As part of “Strengthening Democracy, Acting in Solidarity!”, a collaboration between Department II, the Anti-Discrimination Unit, and Mousonturm Frankfurt
Struggles for Remembrance – in the Context of Black History Month
An evening about history that is not over – and about remembrance as an act of resistance.
Black history in Germany is older, more diverse, and more resistant than is often assumed. Its traces go back to the Middle Ages, run through the colonial era and National Socialism, and continue into the present in political struggles for visibility, recognition, and self-determination.
From a Black perspective, memory has never been a given, but has always been contested. Who tells history? Who decides what is remembered – and what is forgotten? How does it feel when your own history is missing from archives, museums, or textbooks? And what does it mean to work on memory? That is what this evening, entitled Battles of Memory, is about. It is about specific chapters of Black history in Germany, postcolonial reappraisal in cities and institutions – and the question of what it means to actively reclaim memory.
As part of “Strengthening Democracy, Acting in Solidarity!”, a collaboration between Department II, the Anti-Discrimination Unit, and Mousonturm.
This year, the speakers will once again share personal memories, political perspectives, and cultural practices in their contributions. They want to tell, defend, and pass on Black history.
The evening is curated and moderated by journalist and presenter Hadija Haruna-Oelker, who brings the different voices together. With contributions from Marion Kraft (author, literary scholar, and translator), Eleonore Wiedenroth-Coulibaly (author, translator, language lecturer, co-founder of ISD), Julia Albrecht (cultural mediator at the Weltkulturen Museum Frankfurt / current exhibition “Sheroes”) and Brenda Davina (scientific coordinator for the “colonial heritage” of the city of Hanover / first position of its kind in Germany).
With a welcome address by Mayor Nargess Eskandari-Grünberg.
Infos
- Sprache: Deutsch
Accessibility
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Sponsors and Supporters
Eine Kooperation zwischen dem Dezernat II, Stabsstelle Antidiskriminierung und dem Mousonturm Frankfurt
Demokratie stärken, solidarisch handeln!
„Demokratie stärken, solidarisch handeln!“ ist eine gemeinsame Programmreihe des Dezernats der Bürgermeisterin, der Stabsstelle Antidiskriminierung und des Künstler*innenhaus Mousonturm. Ziel der Kooperation ist es, zentrale Fragen von Demokratie, Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt aus einer antidiskriminierungs- und kulturpolitischen Perspektive zusammenzudenken und für unterschiedliche Zielgruppen erfahrbar zu machen. In künstlerischen, dialogischen und bildungspolitischen Formaten werden Themen wie Erinnerungskultur, Empowerment, Extremismusprävention und solidarisches Handeln in einer postmigrantischen Stadtgesellschaft aufgegriffen. Die Reihe verbindet kulturelle Bildung mit politischer Verantwortung und schafft Räume, in denen marginalisierte Perspektiven sichtbar werden, Wissen geteilt und demokratische Handlungsmöglichkeiten gestärkt werden.
Biografien der Beteiligten
Die Politikwissenschaftlerin Hadija Haruna-Oelker lebt und arbeitet als Autorin, Redakteurin und Moderatorin in Frankfurt am Main. Hauptsächlich ist sie für den Hessischen Rundfunk tätig. Sie moderiert die Römerberggespräche in Frankfurt, schreibt eine monatliche Kolumne in der Frankfurter Rundschau und ist zusammen mit Max Czollek Host des Erinnerungspodcasts Trauer & Turnschuh. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit Themen der Jugend-, Migration-, Rassismus- und Diversitätsforschung und gesellschaftlicher Erinnerungskultur. Sie ist Autorin mehrerer Sachbücher: Die Schönheit der Differenz – Miteinander anders denken (2022) war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war. 2024 erschien Zusammensein - Plädoyer für eine Gesellschaft der Gegenseitigkeit, 2025 ihr gemeinsam mit Czollek verfasstes Buch Alles auf Anfang - auf der Suche nach einer neuen Erinnerungskultur. Sie ist Preisträgerin verschiedener Medienpreise wie dem ARD-Hörfunkpreis Kurt Magnus 2015 oder dem Medienspiegel-Sonderpreis für transparenten Journalismus 2021. Darüber hinaus ist sie Teil des Journalist*innenverbandes Neue Deutsche Medienmacher*innen (NDM) und der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD).
Dr. Marion Kraft ist Literaturwissenschaftlerin, Autorin, Dozentin und Übersetzerin. In ihren Publikationen beschäftigt sie sich mit Rassismus, der Literatur Schwarzer Autorinnen, Feminismus sowie der Schwarzen Bewegung in Deutschland. Nach dem Lehramtsstudium promovierte sie im Fach Literaturwissenschaft und arbeitete über drei Jahrzehnte als Lehrerin und Dozentin in Deutschland und den USA. Sie veröffentlichte mehrere Bücher zu afroamerikanischer Literatur, afrodeutscher Geschichte und Literatur, Feminismus und Antirassismus, darunter 2018 ein Werk über Begegnungen mit Audre Lorde. Als Übersetzerin arbeitete sie unter anderem an Texten von Buchi Emecheta, Amanda Gorman, Audre Lorde, bell hooks und Toni Morrison. 2026 erscheint ihr Debütroman Weltenwechsel im Orlanda Verlag.
Eleonore Wiedenroth-Coulibaly, geboren in den 1950er Jahren, ist Übersetzerin, Pädagogin, Autorin und Community-Aktivistin mit Interessensschwerpunkten in Afrikanischen Diasporen, in der Schwarzen/afrikanischen Frauenbewegung und in Pan-Afrikanischen und weltweiten Dekolonialitäten. Sie ist Trägerin des Tony Sender Preises der Stadt Frankfurt am Main (2022) und wurde 2024 mit dem Afro-Award Germany ausgezeichnet.
Julia Albrecht ist Kulturvermittlerin und Systemische Beraterin. Seit Anfang September 2018 ist sie in der Bildung- und Vermittlungsabteilung des Weltkulturen Museums beschäftigt. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Diversität und Outreach sowie dekoloniale, Rassismus-kritische Vermittlungsansätze.
Brenda Davina (sie/ihr) ist Kultur-und Bildungswissenschaftlerin. Sie arbeitet als wissenschaftliche Koordinatorin „Koloniales Erbe“ der Landeshauptstadt Hannover. Ihre Tätigkeitsfelder sind Dekolonisierung, Rassismuskritik und Wandel innerhalb der Migrationsgesellschaft.