Eine Veranstaltung im Rahmen der Kooperation zwischen dem Dezernat II, Stabsstelle Antidiskriminierung und dem Mousonturm Frankfurt
Wir freuen wir uns, eine Lesung mit Burak Yilmaz präsentieren zu dürfen. Yilmaz ist ein deutscher Pädagoge, Autor und Antisemitismus-Berater, der, unter anderem für den Deutschen Bundestag zu Strategien gegen Judenhass arbeitet und für sein Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. In seinem Buch „Ehrensache – Kämpfen gegen Judenhass“ reflektiert er seine persönlichen Erfahrungen und Bildungsansätze im Kampf gegen Antisemitismus, analysiert dessen unterschiedliche Entstehungszusammenhänge und entwickelt Zugänge für eine politische Bildungsarbeit, die gerade dort ansetzt, wo antijüdische Ressentiments im Alltag wirksam werden. Die Lesung wird durch eine moderierte Diskussion mit Aisha Camara ergänzt, in der zentralen Fragen zu zivilgesellschaftlicher Verantwortung und der Rolle postmigrantischer Perspektiven für Präventionsarbeit vertieft werden.
Infos
- Sprache: Deutsch
- Dauer: 90 Minuten
Demokratie stärken, solidarisch handeln!
„Demokratie stärken, solidarisch handeln!“ ist eine gemeinsame Programmreihe des Dezernats der Bürgermeisterin, der Stabsstelle Antidiskriminierung und des Künstler*innenhaus Mousonturm. Ziel der Kooperation ist es, zentrale Fragen von Demokratie, Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt aus einer antidiskriminierungs- und kulturpolitischen Perspektive zusammenzudenken und für unterschiedliche Zielgruppen erfahrbar zu machen. In künstlerischen, dialogischen und bildungspolitischen Formaten werden Themen wie Erinnerungskultur, Empowerment, Extremismusprävention und solidarisches Handeln in einer postmigrantischen Stadtgesellschaft aufgegriffen. Die Reihe verbindet kulturelle Bildung mit politischer Verantwortung und schafft Räume, in denen marginalisierte Perspektiven sichtbar werden, Wissen geteilt und demokratische Handlungsmöglichkeiten gestärkt werden.
Biografien
Burak Yılmaz ist Autor und Podcaster aus Duisburg. Aktuell schreibt er an einer Jugendserie für die ARD mit und war 15 Jahre in Gefängnissen und an Schulen in der Bildungsarbeit tätig zu den Themen Rassismus, Erinnerungskultur und Islamismus. Yilmaz wurde für seine Arbeit mit dem Julius-Hirsch Preis des DFB ausgezeichnet und bekam 2018 für sein Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus das Bundesverdienstkreuz verliehen. Zusammen mit Malte Küppers und Abdul Kader Chahin widmet er sich in dem Podcast „Brennpunkt“ wöchentlich den heißen Themen unserer Zeit. In der Spielzeit 24/25 hostete er die „Late Night Real Talks“ in den Münchner Kammerspielen.
Aisha Camara ist Moderatorin, Strategieberaterin und politische Bildnerin. In ihrer Arbeit verbindet sie intersektionale Perspektiven mit kreativen Zugängen – zwischen Bühne, Bildung und Bewegung. Sie moderiert bundesweit Konferenzen, Fachtage und Festivals, entwickelt Formate für digitale politische Bildung und berät Organisationen, Stiftungen und Kommunen im Bereich diskriminierungskritischer Kommunikation.
Als Executive Producerin begleitet sie die Produkton von bildungspoltischen TikTok- Content. Sie konzipiert und kuratiert Kultur- und Hip-Hop-Formate wie Supa Dupa Fly oder Popcorn & Rhymes, mit einem Fokus auf migrantische, FLINTA*- und Community-Perspektiven. Ein zentraler Teil ihrer Arbeit ist das zivilgesellschaftliche Engagement. Aisha Camara begleitet seit Jahren Angehörige und Überlebende rechter Gewalt, arbeitet an Gedenkformaten, entwickelt politische Bildungsstrategien für Communities – und vernetzt Bewegungen, Institutionen und Öffentlichkeit.
Sie studierte Literatur- und Medienwissenschaften und bringt diesen theoretischen Hintergrund in ihre inhaltliche und kuratorische Arbeit ein – analytisch, erzählstark und kontextsensibel.Aisha Camara ist u. a. im Vorstand des Afrodeutschen Akademiker:innen-Netzwerks (ADAN), Mitglied bei der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und engagiert in der Bildungsinitiative Ferhat Unvar.