2022 zog die Choreografin Wen Hui mit 62 Jahren von Peking nach Frankfurt am Main. Viele staunten. Denn die Jahre über sechzig werden allgemein als Endphase des Lebens bezeichnet. Wen Hui wagte jedoch einen radikalen Neuanfang – inspiriert von der chinesischen Vorstellung, dass mit dem sechzigsten Lebensjahr ein neuer Lebenszyklus beginnt. In „wir/us“ lädt die Choreografin acht Frankfurterinnen über 60 ein, mit ihr die Bühne zu teilen und diese besondere Lebensphase zu erkunden. Alle bringen sehr individuelle Lebensgeschichten und Erfahrungen gesellschaftlicher Veränderungen ein, die sich in ihre Körper eingeschrieben haben. Während älter werdende Körper von Frauen im Alltag häufig unsichtbar gemacht werden, entdecken Wen Hui und ihre Mitstreiterinnen sie als kostbare Wissensspeicher, als Quelle der Komplizenschaft, der Widerständigkeit und des Aufbruchs. Und verwandeln die Bühne in einen Ort des Spielens, des Albernseins und des Feierns.
Infos
- Dauer: 60 Min.
- Lautsprache: Deutsch und Englisch
- Fr. 18.09. im Anschluss Gespräch
- Sa. 03.10. Workshop mit Wen Hui
- Mousonturm-Produktion
Accessibility
Accessibility of Location
Sponsors and Supporters
Choreografie: Wen Hui
Performance: Wen Hui, C.R. Rekha Hecht, Lisa Knoch, Christine Werner, Doris Fischer-Endres, Petra Bresser, Tekea Habtemariam, Sylvia Meinert
Musik: Hanna Launikovich
Video: Rémi Crépeau
Licht: Matthias Rieker
Choreografische Mitarbeit: Emma Ibáñez
Dramaturgie: Nika Warias, Anna Wagner
Produktion: Katja Armknecht
Eine Produktion von Wen Hui – Living Dance Studio und Künstler*innenhaus Mousonturm im Rahmen des Festivals „How to make a Life“.
„How to make a life“, ein Festival des Künstler*innenhaus Mousonturm im Rahmen von WDC 2026, wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, gefördert von dem Beauftragten für Kultur und Medien sowie gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die Aventis Foundation im Rahmen der Vertrauensförderung und durch das Goethe-Institut Peking.
WDC 2026 wird gefördert durch das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.