1989 – Nennen wir es Revolution?

Studio 1

Gespräch

30 Jahre 1989. Die Mauer ist länger weg als sie stand, und trotzdem sind noch immer zahlreiche Geschichten aus der DDR und dem Osten unerzählt geblieben. So auch die des kurzen Herbstes der Utopie. Eine revolutionäre Situation, in der Bürgerinnen und Bürger für „ein offenes Land mit freien Menschen“ und eine Vision eines demokratischen Sozialismus auf die Straße gingen. Räte und Basisvereinigungen wurden gegründet, Häuser besetzt und Betriebe bestreikt – für ein paar Monate war alles möglich. Die DDR war das freieste Land der Welt. Die Macht lag auf der Straße und konnte doch nicht ergriffen werden. Wie kam es zu dieser revolutionären Situation? Was war die Rolle der linken Opposition in diesen Kämpfen, was der Charakter der Revolte? Wann und wie schlug der emanzipatorische Aufbruch um in eine Angliederung an die bundesdeutschen Gegebenheiten? Was blieb, was ging verloren?

Eine Veranstaltung von jüngeren und älteren Ostdeutschen aus Frankfurt im Rahmen einer Reihe öffentlicher Auseinandersetzung mit der DDR und dem Osten, die in Deutschland längst überfällig ist.

Sprache:  Deutsch