Triada Kovalenko/Alexander Bauer

(AT)

23 Fragen zur tunesischen Revolution

Studio 1

Hessische Theaterakademie/Performance

Als im Dezember 2010 die Revolution in Tunesien stattfand, war Triada Kovalenko nur wenige Monate zuvor von ihrer ersten Reise in das Land zurückgekehrt. Erneut brach sie auf, um vor Ort durch persönliche Begegnungen ihre eigenen Geschichten und Bilder der Revolution zu suchen. „Als ich das Material später sichtete, fehlte jedoch etwas. Ich realisierte, dass da ein blinder Fleck war, etwas das sich nicht so einfach nacherzählen lässt.“ – Es ist die unvermittelte Sicht auf Geschichte, die Triada Kovalenko und Alexander Bauer mit ihrer Performance in Frage stellen. Die Abschlussinszenierung ihres Studiums der Angewandten Theaterwissenschaft verknüpft dabei in einer Licht- und Objektinstallation Bild- und Tondokumente zu einer intensiven, vielstimmigen Komposition. Das Spiel mit Ähnlichkeiten, Brüchen und Widersprüchen reflektiert die Befangenheit des eigenen, spezifischen Blicks und setzt sich kritisch mit dem Potential des Dokumentarischen auseinander – und entwirft eine Vielzahl von Blickachsen durch ein Ereignis, das schon beinahe als abgehandelt gilt.

Konzept, Performance: Triada Kovalenko und Alexander Bauer * Dramaturgische Mitarbeit: Ferdinand Klüsener * Technik: Chris Herzog * Bühnenbild: Michael Bauer * Fotografische Mitarbeit, Dokumentation: Daniel Kovalenko.