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(c) Luc Depreitere

Zähnefletschen und Zwerchfellzucken, ein zu Tränen treibender Tremor: Lachen ist ein den ganzen Körper ergreifendes, beinahe gewaltsames Geschehen. Lisbeth Gruwez seziert in „AH|HA“ den unwillkürlichen Reflex und zerlegt den erschütternden Akt in seine bewegenden Einzelteile. Montiert zu einem dem Rave verwandten, monotonen Rauschen kreiert Gruwez, deren vielfältiges Schaffen im Fokus des diesjährigen Tanzfestivals Rhein-Main steht, einen choreografischen Trip, eine Erkundung von Ekstase. „AH|HA“ ist eine befremdliche Abstraktion für fünf bizarr gekleidete Typen, die nahezu willenlos von einem Zustand in den nächsten gleiten. Zum suggestiven Soundtrack von Maarten Van Cauwenberghe entsteht eine Verhaltensstudie menschlicher Affekte – Anarchie, definiert durch absolute Kontrolle.

Dauer: 60 Min.