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(c) Zombie Nanny, (c) Dorothea Tuch

“Pink people wanna know if other pink people like hip-hop
How can it still be hip-hop?
That’s like asking, if Black people like
Dirty Harry
Is he still Clint Eastwood?”
(Greg Ted)

Gangstas, Pimps und Hoes: Die Welt des US-amerikanischen Hip-Hop ist durchtränkt von Bildern übersteigerter Männlichkeit. Als Schwarze Künstler wie Cam’ron und Kanye West in den frühen 2000ern einen Modetrend aus rosa Plüsch, Fell und Velours lostraten, bewiesen sie, dass sogar Barbies Lieblingsfarbe dem Image heterosexueller Maskulinität nicht schaden konnte. Denn die afroamerikanischen Rapper verkörperten perfekt die rassifizierten Zuschreibungen von Heterosexualität, Hypermaskulinität und Aggressivität. Mit „Being Pink Ain’t Easy“ nimmt die Choreografin Joana Tischkau erneut das unstillbare weiße Begehren nach Schwarzen Ausdrucksformen in den Blick. Im Performer Rudi Natterer findet sie dafür einen kongenialen Partner. Mal kraftstrotzend posierend, dann weinerlich fragil, erfährt dieser eine Hypermarkierung: Er kann seinem Pinksein nicht entfliehen und ist mit der schwer aushaltbaren Tatsache konfrontiert, Profiteur der weißen Machtmatrix zu sein. Auf analytisch scharfe und zugleich humorvolle Weise sucht das Stück nach den Ambivalenzen, die zwischen den Abwehrmechanismen wie „White Fragility“ (Robin DiAngelo) und Formen kultureller Aneignung verwoben sind.

Alle Infos auch unter tanzfestivalrheinmain.de/de/kalender/being-pink-ain-t-easy

Sprache: Deutsch und Englisch
Dauer: 60 Min.
Mousonturm-Koproduktion
09.11. Künstler:innen-Gespräch im Anschluss

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