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MAMAZA

(CH/GR/IL)

Eifo Efi

Studio 1

25YMT/Choreografie/Tanz

Der Blick schweift über Motivfragmente, kurzzeitig von einzelnen Gesten, Handlungen und Szenen gebannt, dann wieder fortgerissen von weiteren Details, Linien, Flächen, Farben: Von wimmelnden Alltagsszenerien geht ein beunruhigender Sog aus, einzutauchen und sich in der Masse zu verlieren. Zugleich entsteht ein Widerstand, fast wie ein Suchauftrag, sich selber ausfindig zu machen, jene Differenz, die einen selbst  von den anderen unterscheidbar, erkennbar, benennbar macht. Das Tanz-Kollektiv MAMAZA, dem der Mousonturm seit vergangenem Herbst als künstlerische Residenz dient, hat sich auf die Verschiebung von Grenzen und die Verflüssigung von Übergängen spezialisiert. Im Zentrum des neuen Stücks steht jene verführerische Stimulation, die wir erfahren, wenn Auge und Hirn von Sinn und Halt stiftenden Einzelelementen, erkennbaren Individuen und abgegrenzten Identitäten ablassen, den sicheren Halt aufgeben, um sich in vielfältigen Vielheiten zu verlieren. In seinem „Spiel über Sicht“ erschafft MAMAZA ein virtuelles Umfeld von multiplen Eindrücken und vielschichtigen Bewegungsformen. Gesamtbild und Detail, Performer und Publikum, Betrachter und Betrachtetes geraten durcheinander und werden zu einer für alle beobacht- und erlebbaren Synthese von Einheit und Vielfalt.

Konzept: Ioannis Mandafounis, Fabrice Mazliah * Choreografie, Performance: Ioannis Mandafounis, Fabrice Mazliah * Dramaturgische Beratung: Liz Waterhouse * Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes * Koproduktion: The Forsythe Company, Künstlerhaus Mousonturm, PACT Zollverein Essen, Kunstenfestivaldesarts * Mit Dank an David Kern.

Uraufführung