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Kettly Noël

(Bamako/Port-au-Prince)

I do be like that (sometimes)

Studio 1

Work In Progress/Lecture-Performance

Kettly Noël zählt zu den radikalsten Choreografinnen der afrikanischen Welt. Ihre Arbeiten speisen sich aus der Komplexität und den Widersprüchen der Realitäten, die sie umgeben, und nehmen dabei vor allem die Position von Frauen in den Blick. Ausgangspunkt ihrer Lecture-Performance „I do be like that (sometimes)“ ist ein Selbstporträt. Was als eine Analyse der eigenen Lebensfakten beginnt, entwickelt sich zu einer vielschichtigen philosophischen Reflexion „Wer ist der eine? Wer der andere? Wenn jeder für jemanden ein anderer ist, kann er dann auch der eine für einen anderen sein?“

Session II

Unter dem Begriffscluster „Space, Urbanity, Street Vending (economies)“ setzen die Kuratoren Arlette-Louise Ndakoze und Bonaventure Soh Bejeng Ndikung die Veranstaltungsreihe „Listen Attentively, So You Can See“ fort. Deren  Initialzündung war eine Frage, die die Philosophin Seloua Luste Boulbina formuliert hat, und mit der sie an den postkolonialen Schlüsseltext „Can the Subaltern Speak?“ von Gayatri Spivak anschließt. „Kann die Nicht-Subalterne hören und lesen?“ fragt Boulbina und dreht damit gängige Blickwinkel und Wissensproduktionen um. „Listen Attentively, So You Can See“ folgt diesem Gedanken und lädt den südafrikanischen Urbanisten Edgar Pieterse, die haitianische Choreografin Kettly Noël und den angolanischen Performance-Künstler Nástio Mosquito ein, über Kunst, Wirtschaft und Gesellschaft zu sprechen und zu performen – und so zu einem aktiven Zuhören aufzufordern.