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Vincent Riebeek

(Amsterdam)

Kein Applaus für Scheiße – Spirit – Wellness

Saal

25YMT/Performance/Akrobatik/Tanz

Es sind selten erfahrbare Verbindungen zwischen Obszönität, Schönheit, Provokation, Zärtlichkeit, Ekel und Intimität, die sich das Künstler-Duo Vincent Riebeek und Florentina Holzinger in einem virtuosen choreografischen Taumel erschließen. Ihre Zusammenarbeit begannen die gebürtige Wienerin Holzinger und der Niederländer Riebeek bereits während ihres Studiums an der Amsterdamer School for New Dance Development. Kein Applaus für Scheiße (2011) nannten sie ihre Studienabschlussarbeit, die ihnen binnen Kürze den Ruf als gegenwärtig provokanteste Nachwuchschoreografen in Europa einbrachte. Mit Spirit (2012) und Wellness (2013) wuchs ihr bisheriges Werk zu einer radikalen, beispiellosen Trilogie, die am Künstlerhaus Mousonturm nun erstmals zusammenhängend an drei aufeinanderfolgenden Abenden zu sehen sein wird.  

„Unsere gemeinsame Arbeit basiert auf einem Gefühl von Gemeinschaft und Freundschaft. Es verleitet uns dazu, unsere Einstellung zum Leben und zur Realität zu verändern, ebenso wie unsere Einstellung zu Kunst und Performance. Um Dinge anzustoßen, zu aktivieren, lebendig zu sein, glücklich und frei zu sein. Um immer gegen Unrecht zu kämpfen, immer hart zu arbeiten, niemals aufzugeben.“ (Holzinger/Riebeek)
 

Kein Applaus für Scheiße

Kein Applaus für Scheiße ist ein großer Flirt mit den Grenzen dessen, was auf der Bühne möglich ist. Holzinger und Riebeek beschwören hierfür die Geister der Body- und Performance-Art der 1970er-Jahre herauf. Mit bedingungsloser Hingabe widmen sie sich nahezu jedem Aspekt des klischeebeladenen Kanons der Körper-Kunst, um ihn mit dem Schönsten, was Tanz, Gesang und Akrobatik zu bieten haben, subjektiv zu aktualisieren und zu radikalisieren. Dabei verlieren die beiden weder sich noch den Titel ihres Stückes als (fast) wörtlich genommenen Auftrag aus den Augen.
 

Spirit

Für Spirit, ihre erste internationale Koproduktion, hat das verführerische Duo östliche Philosophie, Popkultur, Tarot, Psychomagie und den Cirque du Soleil geplündert, um aus ihren Eroberungen einen goldenen Likör zu brauen und damit die Bühne zu fluten. Aus tiefster Überzeugung erschaffen Holzinger und Riebeek eine spektakuläre Ode an den Glauben – an das Theater, einander, an die eigene Performance und ihr Publikum.
 

Wellness

„The only art that is worth making, is an art that heals“. Für den fulminanten Abschluss ihrer Trilogie haben sich Holzinger und Riebeek fachkundige Verstärkung gesucht. Fünf Wellness-Guerilleros treten vor ihr Publikum und fordern die heilende Wirkung von Kunst und Tanz. Auch hier bedarf es einer kollektiven, schamfreien Extremdehnung von Raum, Zeit und Körpern, um eso-schnulzige Missverständnisse im Hinblick auf den idealen Körper oder ein ganzheitliches Wohlbefinden das Fürchten zu lehren.

3-Tagestickets für Studenten der Hessischen Theaterakademie sind für € 18 im Online-Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich. Nur so lange der Vorrat reicht und nur unter Vorlage des HTA-Ausweises.

Kein Applaus für Scheiße: Konzept/Performance: Florentina Holzinger & Vincent Riebeek * Technik: An De Hondt * Produktion: kc nOna, Mechelen in Zusammenarbeit mit SNDO, School for New Dance Development, Amsterdam // Spirit: Von und mit: Florentina Holzinger & Vincent Riebeek * Outside Eye: Rodrigo Sobarzo De Larraechea & Renée Copraij * Technik: Philippe Digneffe Bennert Vancottem * Eine Koproduktion von imagetanz/brut Wien, Beursschouwburg Brüssel, CAMPO, FFT Düsseldorf, Frascati Amsterdam, Workspace Brüssel * Mit freundlicher Unterstützung von Kc nOna Mechelen und der Kulturabteilung der Stadt Wien // Wellness: Von: Florentina Holzinger & Vincent Riebeek * Mit: Renée Copraij, Florentina Holzinger, Vincent Riebeek * Produktion: CAMPO * Koproduktion: FFT Düsseldorf, ICK (Amsterdam), Spring Festival (Utrecht), Theater im Pumpenhaus (Münster), Gessnerallee (Zürich), Künstlerhaus Mousonturm, SPIELART Festival (München)

Körpereinsatz und ein bisschen Englisch