Kulturzentren der Welt Netzwerke Kultur und Stadt

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Lecture/Gespräch

Sich auf den Staat und seine Institutionen zu verlassen, um die eigenen Bedürfnisse zu stillen und Probleme zu lösen, käme Menschen in postkolonialen Ländern (anders als uns preußischen Westeuropäern) gar nicht erst in den Sinn. Auf diesem Hintergrund sind etwa in Brasilien alternative, innovative Modelle von sozialen Versammlungsorten, Kunst- und Kulturzentren und Freizeitangebote entstanden, die heute in Deutschland – wo auch bei uns das Funktionieren des staatlichen Institutionalismus stark nachzulassen scheint – als Inspiration oder gar Vorbild dienen können für neue Formen und Formate des gesellschaftlichen Come-togethers unter soziokulturellen oder künstlerischen Vorzeichen. Das Forum Kulturcampus Frankfurt sucht nach solchen Impulsen für dieses neuartige Frankfurter Zentrum der Künste, Kulturen und Kollektive. Aus diesem Anlass initiiert das Forum Kulturcampus Frankfurt eine Informations- und Gesprächsreihe mit Vertretern innovativer Kulturzentren aus der ganzen Welt. Zum Auftakt sollen zwei Brasilianer vorgestellt werden: der Regionaldirektor des Serviço Social do
Comércio de São Paulo (SESC SP), Danilo Santos de Miranda, und der stellvertretende Direktor des Instituto Inhotim, Antonio Grassi (angefragt). Der SESC SP ist mit seinen gemischten Soziokultur-, Kunst-, Sport- und Freizeitzentren der größte Kulturveranstalter Lateinamerikas und Inhotim zeitgenössisches Kunstmuseum,
Künstler-Residenceprojekt, Kulturfestival und botanischer Garten in eins auf dem Gelände einer ehemaligen Farm im Bundesstaat Minas Gerais. Moderation: Matthias Pees

Im Rahmen des Kulturprogramms zum Ehrengastland Brasilien der Frankfurter Buchmesse 2013 in Kooperation mit Funarte – Fundação Nacional de Artes. Ermöglicht durch: Ministério da Cultura, Ministério das Relações Exteriores.

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