AT WORK

(Internationaler Salon für junge Tanzschaffende)

on spectatorship

Probebühne 2 / 4. OG

Diskurs/Frankfurt

Zuschauender zu sein, wird oftmals als Freizeitbeschäftigung betrachtet. Aber einer Performance beizuwohnen ruft auch eine bestimmte Art des Sehens hervor, die wiederum trainiert und performt werden kann. Den Akt des Zuschauens mit der Idee von Arbeit zu verbinden führt zur Vorstellung eines „professionellen Zuschauenden“.
Wie kann ein Format wie die Tanzplattform einen Raum eröffnen, der die Zuschauerschaft als Arbeit konzeptualisiert? At Work ist eine Gruppe internationaler Kunstschaffender, die diesen Fragen nachgehen werden.


Aufmerksamkeit trainieren

Welche Form von Arbeit vollziehen wir, wenn wir eine Performance sehen? Ist ein „professioneller Zuschauer” nur ein gut informierter Zuschauer? In dem Versuch diese Fragen zu beantworten, werden wir vor bestimmten Performances Aufgaben stellen um die Aufmerksamkeit zu trainieren. Außerdem werden wir Wege aufzeigen um diese Erfahrung im Kollektiv in unseren Sessions auszudrücken.
Die Methode der Aufgabe („tasks“) wird oft in der Erstellung von Performance angewandt, es ist etwas, mit dem alle von uns “professionell” verbunden sind während wir arbeiten. Diese Logik zu verkehren und zum Prinzip des Zuschauens zu machen, eröffnet ein fruchtbares Potenzial im Umgang mit der “professionellen Zuschauerschaft”. So können wir unsere Bereitschaft als Zuschauer verbessern und erneut die Frage nach der Arbeit des Zuschauers stellen, eine Frage, die in der zeitgenössischen darstellenden Künste äußerst relevant erscheint.

 

Die anzuschauenden Performances mit Aufgaben sind

Not Punk, Pololo –  2.3 20 Uhr, Schauspiel Frankfurt
Isabelle Schad: Collective Jumps – 3.3 18 Uhr, Bockenheimer Depot
Ian Kaler: o.T. – 4.3. 18 Uhr, Frankfurt LAB

Die Sessions finden Donnerstag – Samstag ab 10 Uhr im SALON statt.

mit: Rose Beermann, Anja Bornšek , Nina Gojic, Mila Pavicevic, Diana Meheik, Jonas Silva Lopes , Filipe Jorge de Oliveira Pereira, João Alexandre dos Santos Martins, Flora Detraz, Kaja Klaudia Kolodziejczyk, Inge Gappmeier, Jason Jacobs, Romain Thibaud-Rose, Janina Arendt