(c) Julien Chavaillaz

Anna Aaron

(Schweiz)

Pallas Dreams

Studio 1

Konzert

„Pallas Dreams“ ist die Wiedergabe der Bilder, die Anna Aaron in ihrer Kindheit absorbiert hat, als sie mit ihrer Familie in Manila auf den Philippinen lebte. Verborgen in der Dunkelheit des Dschungels, wurde die fremde Welt aus ihrer Erinnerung zum Symbol für die unbekannte Zone ihrer eigenen Psyche. Unter den Erinnerungen befinden sich auch seltsame spirituelle Ereignisse, wie der Satz, den ein Fremder ihr auf der Straße erzählt hatte: «Wenn die Sonne am Himmel tanzt, weint Maria Blut», oder der Mythos der „White Lady“: Ein Geist, der in der Straße spukte, wo Annas Familie lebte, und vor dem die Anwohner eine solche Angst hatten, dass es unmöglich war, nach Einbruch der Nacht einen Taxifahrer zu finden, der dich zu dieser Adresse fahren würde. Aus den Tiefen holte die inzwischen 33-jährige Anna Aaron diese Bilder zurück, mit der Absicht, eine vollständige Person aus sich selbst zu machen: die Konflikte zu versöhnen, die entsprungen waren aus einem Leben mit einer überaktiven Phantasie, unter dem Dach von christlich-religiösem Missionarentum. Inmitten einer Welt, die auf tiefe, wilde Art verzaubert schien. Indem sie ihre nächtlichen Wesen wieder zum Leben erweckte, erschuf sie eine Traumwelt für sich selbst, in der ihre vergangenen Erfahrungen endlich Sinn machen konnten. „Pallas Dreams“ erzählt vom Mut und der Entschlossenheit, die das erfordert, und die außergewöhnliche Kraft, die es hervorbringen kann. Nach „Dogs in Spirit“ (2010, produziert von Marcello Giuliani in Lausanne) und „Neuro“ (2014, produziert von David Kosten und aufgenommen mit Ben Christophers und Jason Cooper in London) hat Anna Aaron mit ihrem dritten Album „Pallas Dreams“ ihr bisher höchstes Maß an Unabhängigkeit erreicht, indem sie sich alleine auf ihren Bruder – Musiker und Produzent Alain Meyer – verließ, um das Album zu produzieren. Sie spielte es zusammen mit ihm und den Live- Musikern, die sie auf den vorherigen Touren begleitet hatten (Emilie-Zoé Péléraux, Christophe Farine und Fred Bürki), in Basel und im Maison des Artistes in Chamonix ein. Nach Experimenten mit akustischem Folk und Rock auf ihren bisherigen Veröffentlichungen, und selbst Jazz während ihren Kollaborationen und Tourneen mit Erik Truffaz, hat die leidenschaftliche und eigenwillige Musikerin endlich ihre Tür zu etwas ganz Eigenem gefunden.

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