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Carolina Mendonça: Pulp

Wir haben uns gefragt, wie Nässe und Klebrigkeit Möglichkeiten sein könnten, um dem Vergehen der Zeit nachzuspüren. Wir haben mit dem Aufbau einer intuitiven Archäologie begonnen, die Überreste und Referenzfetzen des 17. und 18. Jahrhunderts verdaut. Eine weiche, sanfte, formlose Masse von Material, die unseren Körpern erlaubte, asynchron zu sein. Hände wurden älter als der Rest des Körpers und wir mussten lernen sie zu benutzen. Fünf Körper, die sich monströs verwandelten und einander mit glitschigen und klebrigen Händen unterstützten. Carolina Mendonça, Catalina Insignares, Ida Daniel, Rodrigo Andreolli und Zuzana Zabkova arbeiten in Pulp erneut zusammen, um die Vorstellung von Choreografie zu erweitern und neue Zugänge zum Körper zu schaffen – als einen Ort des Wissens, der sich dominanten westlichen Erkenntnistheorien entzieht.