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(c) Julia Novacek

Hanna Steinmair

(Frankfurt)

Rage. A Tennis Western

Studio 1

Performance/Theater

„I don’t cheat to win. I’d rather loose.“ (Serena Williams, 2018)

Zwei Tennisspielerinnen rasten aus. Zerschmettern ihre Schläger. Reißen Netze ein. Gewinnen interessiert hier niemanden. Das Spielfeld liegt in Trümmern. Dünner Sand weht über das Feld. Auftritt zweier Cowboys: Als eiserne Serena Williams-Fans, Country Stars und zugleich zutiefst unbeeindruckte und sehr leicht erregbare Männer bitten sie zum Line Dance. Ein Balanceakt auf eben jener Linie zwischen zwischen Rivalität und Solidarität, Reenactment und Empowerment, zwischen heldenhaftem Selbstmitleid und unkontrollierter Wut beginnt … „Rage“ fahndet nach den verschiedenen Lesarten von Wut und untersucht Gründe ihrer Ungleichverteilung. Untersuchungsfeld ist der Tenniscourt als Schauplatz, in dem Einschreibungen von race und Gender verhandelt werden. „Rage“ rückt die Inszenierung von Wut ins Zentrum des Geschehens: Als Fake, als Annahme, als Privileg, als Übertreibung und als fulminantes Spiel.

Dauer: ca. 60 Min.
Sprache: Englisch