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Ariel Ashbel

(Berlin/ Tel Aviv)

stitching stars -ways of (self-)representation

Studio 2

Ausstellung

stitching stars – ways of (self-)representation zeigt sieben Künstlerinnen und Künstler die sich in ihren Fotoarbeiten mit Bildern, Stereotypen und Klischees der Repräsentation auseinandersetzen. Zwischen ironischer Überaffirmation und künstlerischem Aktivismus, zwischen kalkuliertem Studio-Glam und der politischen Realität der Straße zeigen die Positionen Wege der kritischen Selbstbehauptung gegenüber vermeintlich unverrückbaren Fremdzuschreibungen. Dabei verschwimmen die Normative von Hautfarbe und Geschlecht, von „korrekter“ Biografie und biografischer Behauptung. Ist ein Sklave kein Sklave mehr, wenn er in einem Ölgemälde verewigt wurde, und was passiert, wenn Victor Omar Diop dieses Bild heute re-enactet? Welche Zeichen lassen sich finden, um in Biografien und Körpern die Spuren von Kolonialismus und Imperialismus sichtbar zu machen? Hat Hollywood siebzig Jahre nach Hattie McDaniels Oscar für die Nebenrolle der Mammy in Vom Winde verweht andere Rollen als die der Schwarzen, lustigen Haushälterin parat? Und worauf rekurrieren die Fotografien von Yann Rabanier, wenn er AfrikanerInnen mit Albinismus vor die Kamera bittet? Auch in der diesjährigen Ausstellung geht es nicht darum, die „richtigen“ Bilder zu präsentieren, sondern solche, die auf produktive Weise falsch sind, missverständlich, anstößig oder zu glatt.

Mit Arbeiten von: Victor Omar Diop (Dakar), Andrew Esiebo (Lagos), Nathalie Anguezomo Mba Bikoro (Berlin/ Libreville), Harold Offeh (London), Yann Rabanier (Paris), Ariel Efraim Ashbel (Berlin/ Tel Aviv), Wura-Natasha Ogunji (Lagos/ Austin) * Kurator: Martin Baasch.