SKART/Philipp Karau/Mark Schröppel

(Hamburg/Frankfurt/D)

Conan der Barbar

Studio 1

Performance

Als legendärster Barbar der Filmgeschichte vereint Conan wie kein anderer Fantasy-Held Größenwahn und Überforderung, Zwang und Eskapismus, Versagen und Hoffnung. Er ist ein sinnlicher Einzelkämpfer, ein reflektierter Stumpfsinniger, ein strukturabhängiger Hedonist. In seiner radikalen Zerrissenheit wird er zum mitleidlosen wie einfühlsamen Anführer eines Rachefeldzugs, zum Opfer und Täter einer erbarmungslosen Sinnsuche. Von allem zu viel und doch nie genug – dieses Schicksal teilen Conan und SKART, das unerschrockenste Zweipersonenkollektiv, das die junge deutsche Performanceszene derzeit zu bieten hat. Für SKART ist Conan eine gleichnishafte Ikone des westlichen Menschen. Ihre Revue folgt den Stationen seiner barbarischen Sinnsuche quer durch unsere soziale, wirtschaftliche und psychologische Gegenwart und zeichnet dabei Conans Feldzug in opernhafter Opulenz nach: Selbstgebaute Objekte, Instrumente und Maschinen, handgemachte Videos und elektronische Musik und eine deftige Portion Agitation mit kruden, poetischen, gehaltvollen wie haltlosen Konstrukten und Traktaten vereint die Performance zu einem multimaterialmedialen Showdown.

Von und mit SKART (Stine Hertel, Stephan Janitzky, Philipp Karau, Anton Kaun, Stephanie Kayß, Kris Merken, Mark Schröppel, Sebastian Schulz) * Eine Produktion von SKART, Künstlerhaus Mousonturm, Ringlokschuppen (Mülheim a.d.R.) und Landestheater Marburg * Gefördert von: NRW Landesbüro für Freie Kultur, Kulturamt Gießen, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Rudolf Augstein Stiftung.

Uraufführung