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(c) Gabriela Neeb

Anta Helena Recke

(München)

Die Kränkungen der Menschheit

Saal

Performance/Theater

Nach der Einladung ihrer Inszenierung „Mittelreich“ zum Berliner Theatertreffen stellt Anta Helena Recke nun in ihrer neuen Arbeit die eurozentrische Behauptung einer universellen Menschheits- und Kunstgeschichte auf den Prüfstand. Auf der Bühne entsteht ein hybrider Raum zwischen Museum, zoologischem Garten und Labor. Und jede Gruppe, die diesen Raum bevölkert, führt näher an jene fragilen Momente, an denen eine Vorstellung von Welt durch eine andere abgelöst wurde. Zu den von Sigmund Freud formulierten drei „Kränkungen der Menschheit“ – die Erkenntnis, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist, dass der Mensch vom Affen abstammt und dass er sein Unbewusstes nicht steuern kann – gesellt sich eine vierte: die Tatsache, dass nicht von „EINER Menschheit“ auszugehen ist. Gerade im globalen Erstarken reaktionärer Kräfte zeigt sich, wie tiefgreifend die Illusion einer weißen männlichen Menschheit im weißen Körper immer noch verankert ist.

ALL IN ab 14 Jahren
Dauer: 75 Min.
Sprache: Deutsch
Am 15.2. Gespräch im Anschluss
Mousonturm-Koproduktion
Organisierte Schülergruppen zahlen 5 Euro pro Person. Mehr Infos und verbindliche Anmeldung bis eine Woche vor der Veranstaltung unter dramaturgie@mousonturm.de.