>
<
(c) Octavian Carare, (c) David Muggeridge, (c) Claudio Raschella

Doppelkonzert: Alfa Mist + Myele Manzanza Quartet

Saal unbestuhlt

Konzert

Das aus Neuseeland stammende Myele Manzanza Quartet bestreitet zusammen mit dem Londoner Alfa Mist das Abschlusskonzert der Jubiläumsausgabe im Mousonturm. Leider musste die ursprünglich angekündigte Künstlerin Nubya Garcia ihr Konzert kurzfristig absagen.

1. Myele Manzanza Quartet

Die Welt ist bekanntlich ein globales Dorf, aber das heißt ja trotzdem nicht, dass man immer wissen könnte, was überall so passiert. Die neuseeländische Jazzszene z.B., die hat man von hieraus nicht so unbedingt im Blick. Das deutsche Online-Magazin hhv allerdings interviewte Myele Manzanza bereits 2013. Gerade hatte der damals 24jährige neuseeländische Schlagzeuger mit „One“ sein erstes Album als Leader veröffentlicht. 2016 legt er mit „OnePointOne“ ein reines Live-Album vor, eingespielt mit Trio, Streichquartett und Vokalisten, das seine Fähigkeiten als Bandleader und Live-Drummer eindrucksvoll unter Beweis stellt. Auf seinem unlängst erschienenen dritten Album als Leader „A Love Requited“ zeigt er erneut eine andere Seite seiner Musikalität: Das mit mehreren Bläsern und einer hochkarätigen Band eingespielte Studio-Album featuret die beachtlichen kompositorischen Fähigkeiten von Myele Manzanza.

2. Alfa Mist

In der Londoner Clubkultur liegt die musikalische Kinderstube des ersten Acts an diesem Abend: Alfa Mist, der seine musikalische Reise als Grime- und Hip-Hop-Produzent begann. Durch das in der Szene übliche Sampling entwickelte der autodidaktische Pianist und gelegentliche Rapper aber bald ein Interesse an Jazz, Weltmusik und Film Soundtracks. All das kombiniert er zu melancholisch gefärbten Tracks, die vornehmlich in ruhigen Fahrwassern segeln, live aber nicht zuletzt dank der Solisten mehr Wind aufnehmen.