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[c ] Thomas Aurin, [c] Wissenschaftskolleg zu Berlin

Carl Hegemann/Christoph Menke

Dramaturgie des Daseins

Mousonturm Studio 1

Buchpräsentation/Lesung

In Carl Hegemanns Frankfurter Dissertation „Identität und Selbst-Zerstörung“ (1980) findet der Frankfurter Philosoph Christoph Menke, wie er in seinem Vorwort zur Neuauflage dieses Werks 40 Jahre später schreibt, die „denkbar radikalste Gesellschaftskritik, nämlich dass die gegenwärtige Gesellschaft eine „ohne Subjekte” ist. Also nicht nur eine Gesellschaft ungleicher Verteilungen, miserabler Chancen, krisenhafter Ökonomien, repressiver Staatsapparate – das alles auch –, sondern viel grundlegender der Ruinierung der Grundbedingungen von Subjektivität. „Die Gesellschaft zerreißt das Subjekt…“ Hegemanns jüngst erschienes Buch „Dramaturgie des Daseins. Everyday live“ liefert Materialien zu dieser Diagnose, die er vor allem während seiner Zeit als Dramaturg an der Berliner Volksbühne gesammelt und aufgeschrieben hat.

Über den Zusammenhang von ästhetischer Praxis und radikaler Kritik sprechen die beiden am 9. Februar um 20 Uhr mit dem Intendanten des Mousonturms Matthias Pees.

 

Dauer: 90 Min.
Sprache: Deutsch

Das Hygienekonzepte wird zeitnah mitgeteilt.