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BÖLL ANALYTICS

Eigenheim!

Studio 1

Denken & Trinken/Diskussion

„Man will ein Haus zum Leben, und man bekommt ein Leben im Auto“, so fasst der Architekturkritiker Gerhard Matzig die (enttäuschte) Hoffnung auf ein Eigenheim für jede und jeden zusammen. In einem Land, in dem drei von vier Bürgern auf die eigene Immobilie sparen, verkörpert das Eigenheim – von Christian Wulff bis Tebartz van Elst – die Sehnsucht nach Freiheit und Autonomie: „Wegen der Familie, wegen der Ruhe, wegen der Natur, und die Schule ist nah, gleich gegenüber.“ Das Vorstadtidyll im Speckgürtel der Großstadt lässt von Freiheit träumen oder nach Luft ringen. Es bringt eigene Siedlungsstrukturen, wie den urban sprawl, hervor und befördert politische Innovationen von der Eigenheimzulage bis zur Pendlerpauschale.

Mit Böll Analytics „Eigenheim!“ betreiben wir kulturelle Feldforschung in den Gärten unserer Nachbarn und fragen nach dem Zusammenhang von Eigentum und Emanzipation und den unterschiedlichen Lebensentwürfen zwischen Stadt und Land: Was sagt die Eigenheim-Architektur über die gegenwärtige Gesellschaft? Was sind die ökologischen, was die sozialen Konsequenzen?
Spezialistinnen und Autodidakten aus diversen Fachdisziplinen bringen in Kurzvorträgen mit Zeitlimit (6’40’’) ihre Haltung auf den Punkt: Was ist politisch? An unseren Art zu leben, an unseren Körpern, an unserer Arbeit, an unseren Beziehungen und an den Dingen, die uns jeden Tag umgeben?

In Deutsch

Aktuelle Rednerliste: boell-hessen.de/analytics * Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen in Kooperation mit  dem Künstlerhaus Mousonturm.

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