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(c) Michiel Devijver

2007 erhängte sich in Calais eine ganze Familie: ein Ehepaar und ihre zwei Kinder. Nie wurde ein Motiv für diese Tat gefunden. Der Abschiedsbrief sagt nur: „Wir sind zu weit gegangen, entschuldigt.“ Was lässt Eltern ihre eigenen Kinder töten? Welche Gründe, welche Verletzungen liegen einem solchen Verbrechen zugrunde? Das Drama wird in „Family“ von einer echten Familie inszeniert: Die Schauspieler An Miller und Filip Peeters spielen nicht nur als Paar zusammen, sondern sie stehen zum ersten Mal mit ihren Töchtern Leonce und Louisa (13 und 14 Jahre alt) auf der Bühne. Gemeinsam rekonstruieren sie diesen mysteriösen Fall, folgen der Reise ihrer eigenen Familie und hinterfragen das Konstrukt „Familie“ vom ersten Date bis hin zu den dunkelsten Abgründen. Nach dem internationalen Erfolg der Produktionen „Five Easy Pieces“, die das Leben des Mörders und Kinderschänders Marc Dutroux mit Kindern auf die Bühne brachte, und „La Reprise“ über den homophoben Mord an Ihsane Jarfi in Liège setzt Milo Rau nun seine Inszenierungsserie belgischer Verbrechen mit einem Familiendrama fort.

ALL IN ab 16 Jahren
Dauer: ca. 90 Min.
Sprache: Niederländisch mit deutschen Übertiteln
Erstaufführung im deutschsprachigen Raum
Mousonturm-Koproduktion
Am 28.2. Gespräch im Anschluss