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(c) Lonnie van Brummelen / Siebren de Haan, (c) Boyong Kim

Lonnie van Brummelen/Siebren de Haan/Boyong Kim

Screening: Grossraum (Borders of Europe) & Peninsula Tour: Express

Mousonturm Studio 1

Screening/Film

Zwei Filme, zwei Untersuchungen von Grenzen:

In dem 35-mm-Film-Triptychon „Grossraum (Borders of Europe)“ erkunden die niederländischen Künstler*innen Lonnie van Brummelen und Siebren de Haan die Landschaften europäischer Grenzregionen. Präzise Kompositionen dokumentieren Kontrollpunkte in Hrebenne zwischen Polen und der Ukraine, in Ceuta, einer kleinen spanischen Exklave auf dem marokkanischen Festland, und in Lefkosia/Nikosia, der geteilten Hauptstadt Zyperns, die zwischen dem griechischen Südzypern und dem türkisch besetzten Nordzypern liegt. Langsame, fast kontemplative Aufnahmen fangen behutsam das tägliche Leben und die Geografie entlang dieser stark bewachten Grenzen ein. Die poetische Bildsprache des Films, die Farben und Muster der Landschaft, die Rhythmen der Bewegungen der Menschen stehen in einem Spannungsverhältnis zur europäischen Grenzpolitik, deren Härte der Film gleichermaßen zu erfassen vermag.

Die Videoarbeit „Peninsula Tour: Express“ des koreanischen Künstlers Boyong Kim ist eine (dis-)kontinuierliche Reise von der südkoreanischen Stadt Seoul bis zur chinesischen Stadt Dandong, die an Nordkorea grenzt. Dort, wo der Körper durch Grenzen und die nordkoreanische Abschottungspolitik an der Weiterreise gehindert wird, ermöglichen Technologien wie Google Earth Verbindungen in eine Welt, in der Zeit und Raum fragmentiert sind. Die Tour durch reale und virtuelle Welten führt zu einer unerwarteten Begegnung mit einem Reisenden, der vor dem Mauerfall in Westdeutschland geboren ist und viele Jahre später Nordkorea besucht hat. Diese Begegnung eröffnet eine Reflexion der heutigen Zeit und stellt die Versprechungen in Frage, die sich hinter Begriffen wie Freiheit, Wiedervereinigung und Globalisierung verbergen.

Dauer: 90 Min.
Sprache: Englisch
 

Hinweis zu sensorischen Reizen bei „Grossraum“:

Das Video ist ohne Tonspur und nutzt langsame Kameraführung und Bildwechsel.