(c) Ines Njers

Hessische Theaterakademie

HTA-Ringvorlesung mit Juliane Vogel

auf deiner Couch

Diskussion/Vortrag/Gespräch

Theater und die Krise der Demokratie.

Die Demokratie westlicher Prägung ist in einer Krise: Migration, Erderwärmung und ökonomische Monopolisierung gehen mit der Entwertung der alten Akteure und Institutionen einher, etwa der Nation und ihres Parlaments. Vielerorts ist die Rückkehr zu autoritären Herrschaftsformen und Strukturen die Antwort. Vor diesem Hintergrund lädt die Ringvorlesung Kunstschaffende des Festivals „Frankfurter Positionen 2021“ und Wissenschaftler:innen aus den mit Theater und der Performance beschäftigten Disziplinen dazu ein, sich über das Verhältnis von Theater und Demokratie Gedanken zu machen. Wie reagieren neue Formen des Theaters, der Choreografie, der Gattungen und Spielarten überschreitenden Darstellungsformen auf diese Krise? Wie geht die Krise in diese Formen, Organisationsweisen und Inhalte ein?

Die Szene ist eine volatile, bewegliche Form. Ihrer ursprünglichen Bedeutung „Zelt“ nach bezeichnet sie eine provisorische Struktur, die überall errichtet und wieder abgebaut werden kann. Der Vortrag von Juliane Vogel (Professorin für Neuere Deutsche Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz) verfolgt dieses Merkmal des Provisorischen in historischer Perspektive, im Kontext des Dramas und darüber hinaus. Dabei geht er den Versuchen nach, die sich darauf ausrichteten, die Szene zu disziplinieren, zugleich aber das politische Potential einer Form aufzeigen, die überall dort, wo sie auftaucht, neue Erscheinungsräume eröffnet.

Dauer: ca. 90 Min.
Sprache: Deutsch
Mehr Infos auf der Website des Master-Studiengangs Dramaturgie

Die Veranstaltung findet im Live-Stream (via Zoom) statt. Anmeldung unter dramaturgie@mousonturm.de mit dem Betreff „HTA“.