(c) Daniel Michael Shaw

Joana Tischkau + Zinzi Minott

Mousonturm, Frankfurt

We are Black.
We will wear our „street“ clothes, (as opposed to sweats.)
We will wear heavy shoes, Fred, construction boots / Ishmael, Army.
We will talk to one another while dancing.
We will fuck with flow and intentionally interrupt one another and ourselves.
We will use a recorded music score – loud looping of sounds from Kung Fu movies by Mark Allen Larson.
We will stay out of physical contact much of the time.
(Fred and Ishmael’s “Wrong” Contact Manifesto, 1983)

Ein knapp 4-minütiger Video-Mitschnitt des Wrong Contact Manifesto von Fred Holland und Ishmael Houston-Jones liefert den Ausgangspunkt für Joana Tischkau, über das Potential von Praktiken nachzudenken, welche die Rahmenbedingungen und Parameter des performativen Aufeinandertreffen zweier Körper klar definiert haben.

Zinzi Minotts Arbeit setzt sich mit der Beziehung zwischen Tanz, Körpern und Politik auseinander. Ihre Arbeit untersucht wie Tanz durch die Prismen Race, queere Kultur, Gender und Klasse wahrgenommen wird. Sie interessiert sich für Räume zwischen Tanz und anderen Künsten – ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Performance, Live Art, Sound, Film, Tanz und Objektunst. Zinzi Minotts Lecture bei im*possible bodies #2 ist eine Auseinandersetzung mit der Ausstellung „Afterlives of Slavery“ im Tropen Museum Amsterdam. Die Ausstellung untersucht, wie es dazu kommt, dass der entmenschlichende Akt der Versklavung von Menschen die Bilder ihrer Vorfahren beeinflusst und konstruiert. Dabei widmet sie sich der Fragestellung wie Teile des Körpers gegendert werden und welche Auswirkungen dies auf die Ausdrucksweisen verschiedener Schwarzer Communities hat.