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(c) Tiago Maya

Nástio Mosquito

(Luanda/Lissabon/Gent)

No.One.Gives.A.Mosquito’s.Ass.About.My.Gig

Studio 1

Konzert/Lecture-Performance

“…mein Nachname hat schon immer Aufsehen erregt. Wie einer der  tödlichsten Killer in meinem Heimatland zu heißen, hat in mir eine  unumgängliche Widerständigkeit hervorgerufen und den Wunsch,  Bedeutungen zu ändern und die menschliche Unversehrtheit zu feiern.“ Nástio Mosquitos Arbeiten lassen sich nicht verorten. Im Mousonturm präsentiert er sich mit einer Arbeit, einem Gig, in dem sich Performance, Konzert und aktivistisches Pamphlet mischen. Er nutzt das Format des Karaokes, um eine intensive und energiegeladene Beziehung zum Publikum zu etablieren und sich zugleich gängigen Ökonomien zu entziehen, die nach wie vor von kolonialen Strukturen geprägt sind.

Session II

Unter dem Begriffscluster „Space, Urbanity, Street Vending (economies)“ setzen die Kuratoren Arlette-Louise Ndakoze und Bonaventure Soh Bejeng Ndikung die Veranstaltungsreihe „Listen Attentively, So You Can See“ fort. Deren  Initialzündung war eine Frage, die die Philosophin Seloua Luste Boulbina formuliert hat, und mit der sie an den postkolonialen Schlüsseltext „Can the Subaltern Speak?“ von Gayatri Spivak anschließt. „Kann die Nicht-Subalterne hören und lesen?“ fragt Boulbina und dreht damit gängige Blickwinkel und Wissensproduktionen um. „Listen Attentively, So You Can See“ folgt diesem Gedanken und lädt den südafrikanischen Urbanisten Edgar Pieterse, die haitianische Choreografin Kettly Noël und den angolanischen Performance-Künstler Nástio Mosquito ein, über Kunst, Wirtschaft und Gesellschaft zu sprechen und zu performen – und so zu einem aktiven Zuhören aufzufordern.