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Hannes Seidl

(Frankfurt)

RECHT. Ökonomien des Handelns 2

Saal

Performance/Konzert/Film

Sechs Rechtswissenschaftler und NGO-Mitarbeiter diskutieren, streiten, tanzen und feiern auf einer Moselinsel im Niemandsland direkt vor dem Städtchen Schengen in Luxemburg. Drei Jahrzehnte nach dem ersten Schengener Abkommen fragen sie sich, wie sich weltweit Gerechtigkeit durch Recht durchsetzen ließe? Ihr Auftrag: ein neues, transnationales Recht zu erschaffen, das den Ansprüchen tradierter nationaler Rechtspraxis genügt und zugleich neue, globale Anforderungen berücksichtigt. Diese außergewöhnliche Gelehrtenrepublik initiierten im Spätsommer 2014 der Videokünstler und Regisseur Daniel Kötter und der Komponist Hannes Seidl und begleiteten sie kontinuierlich mit Kamera und Mikrofon. Bereits auf der Insel standen den Denkern Solisten des Ensembles NADAR als „Festkapelle“ und klangliche Konfrontation zur Seite. Jetzt, auf der Bühne, rücken experimenteller Dokumentarfilm und Live-Konzert zusammen, doppeln, begleiten und kommentieren sich gegenseitig und lassen territoriale Bedingungen von Recht und Musik im Zusammenspiel aller Ebenen zu einer konkreten Reflexion und Erfahrung werden.

In Englisch

„RECHT. Ökonomie des Handelns II“ ist das zweite Musiktheaterstück einer Projektreihe, in der sich das Duo Kötter/Seidl mit den Rahmenbedingungen gesellschaftlichen Handelns beschäftigt. Zu Beginn der Reihe entstand 2013 am Mousonturm „KREDIT. Von der Erwartbarkeit zukünftiger Gegenwart“ zur Frage der Zeitlichkeit finanzökonomischer Geschehnisse.

Idee, Regie, Komposition, Film: Daniel Kötter, Hannes Seidl * Künstlerische Assistenz, Austattung Film, Bühne: Rahel Kesselring * Produktionsleitung: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro * Mit: Ensemble Nadar: Marieke Berendsen, Violine;  Katrien Gaelens, Flöte; Yves Goemaere, Perkussion; Pieter Matthynssens, Cello; Thomas Moore, Posaune; Dries Tack, Klarinette; Kobe Van Cauwenberghe, Gitarre; Wannes Gonnissen, Ton; Rebecca Diependaele, Management * Film Protagonisten: Laura Adamietz, Rudy Doom, Yves Goemaere, Eva De Groeve, Felix Hanschmann, Wilma Lyon, Nora Markard, Pieter Matthynssens, Mattias Parent, Maximilian Pichl, Wolfram Sander, Grete Seidl, Fabian Steinhauer, Maarten Quanten * Ton: Marcin Lenarczyk, Marcin Poplawski, Hannes Seidl; Kamera: Karol Czyz, Daniel Kötter * Eine Produktion von Kötter/Seidl in Koproduktion mit Künstlerhaus Mousonturm / Frankfurter Positionen, Muziekcentrum De Bijloke Gent und MaerzMusik – Festival für aktuelle Musik und und dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main * Gefördert durch das Kulturamt Frankfurt am Main und die Flämischen Regierung / Belgien.

Die Frankfurter Positionen sind eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung.

Frankfurter Positionen