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(c) Walid Raad

11.02.2021

Einführung Stefanie Böttcher (Direktorin Kunsthalle Mainz)
im Anschluss Künstlergespräch mit Walid Raad

12.02.2021

Einführung N.N.
im Anschluss Small-Talk mit Lina Krämer (Kuratorin Kunsthalle Mainz) und Yana Prinsloo (Theaterwissenschaftlerin)

 

Video Works

Vier kanonische Videoarbeiten geben einen Überblick über Walid Raads künstlerische Arbeit und die darin wiederkehrenden Themen. Diese vom Künstler selbst ausgewählte Zusammenstellung öffnet die Wahrnehmung der Betrachter:innen für unwahrscheinliche Wahrheiten, Übergänge zwischen Geschichten und Geschichte sowie die Poesie des Zweifels und nimmt scharfsinnig Kulturen zwischen Kunst, Gewalt und Kapital in den Blick.

Hostage: The Bachar Tapes (2000)

Dieses Video wird Souheil Bachar zugeschrieben und handelt von den Entführungen und Geiselnahmen von Bürger:innen des Westens im Libanon der 1980er und frühen 90er durch „militante Islamisten“.

I Only Wish that I could Weep (2002)

Operator #17, ein libanesischer Geheimdienstagent, filmt statt der ihm zugewiesenen Sektoren und Ziele in Beirut die Sonnenuntergänge. Dieses Videotape erzählt seine Geschichte und nimmt das Videomaterial in den Blick, das er nach seiner Entlassung behalten durfte.

We Can Make Rain But No One Came To Ask (2004)

Eine imaginierte Kollaboration zwischen Yussef Bitar, dem libanesischen Chef-Ermittler für Autobomben-Explosionen und Georges Semerdjian, einem angesehenen und furchtlosen Fotojournalisten, der bis zu seinem gewaltvollen Tod 1990 unermüdlich die Libanonkriege der vergangenen Jahrzehnte dokumentierte.

Les Louvres: Section 7, 11, and 17 (2019)

Zwei Jahre lang, zwischen 2010 und 2012, war Walid Raad Artist in Residence im Pariser Louvre. Er dokumentierte den Bau der neuesten, achten Abteilung des Louvre (Abteilung für islamische Kunst) sowie den Bau eines weiteren Louvre in Abu Dhabi.