It takes a Village: Bar Mitzvah’d at Forty

Der in Berlin lebende israelische Künstler Ariel Efraim Ashbel verwebt in seiner Arbeit regelmäßig scheinbar unabhängige historische, politische, theoretische und popkulturelle Referenzen. Seit 2014 arbeitet Ashbel an einem Zyklus von Solo-Performances, in denen er sich Rituale und das soziale Zusammensein an jüdischen Feiertagen aneignet.

Die Bar Mizwa ist als „Übergangsritus“ ein bedeutender Moment im Leben eines jüdischen Menschen, um Teil der Gemeinschaft zu werden. Ashbel, der in seiner Jugend keine Bar Mizwa feierte, holt diese wichtige jüdische Zeremonie im Sommer 2022 an seinem 40. Geburtstag nach.

Die umfangreichen Vorbereitungen, die mit einer Residenz in Frankfurt begonnen haben, werden im Juni in einer performativen Veranstaltungsreihe gipfeln.

 

(c) Alona Rodeh

Das Wochenende beginnt für Ariel natürlich mit der traditionellen Zeremonie in der Synagoge. Anschließend feiert er mit all seinen Freund*innen – zu denen auch Sie als Publikum gehören – das traditionelle Schabbatessen, “Kiddusch” genannt, auf dem Bertha-Pappenheim-Platz des Jüdischen Museums. Den Tag beendet er im Mousonturm mit einer Hawdala-Zeremonie, die den Übergang zwischen Licht und Dunkelheit, Heiligem und Profanem zelebriert – und unterstreicht damit die Veränderung zwischen dem Menschen, als der er den Tag begonnen hat und dem Menschen, als der er ihn beendet.

Am Sonntag wird zum Fest im Mousonturm geladen – zu einer Mischung aus Reden und Gesprächen, Musik und Tanz, Essen und Trinken, Party und Ritual. Als performative Gastgeschenke reflektieren Künstler*innen gemeinsam mit Ashbel die gesellschaftliche Rolle des (sich) Verwandelns, von Übergangs- und Initiationsriten. Ashbel nutzt dabei seine jüdische Perspektive um vom Persönlichen ausgehend den Blick auf unzählige Facetten von Fremdheit und Vielfalt zu werfen. Seine “life-specific” Performance und Bar Mizwa wird so einem Ort für inklusive und intersektionale Begegnungen und macht die Tiefe des Festes in vielen seiner Dimensionen erfahrbar.

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Mit Georg Blochmann, Ethan Braun, Jessica Gadani, Cassie Augusta Jørgensen, Ravid Kahalani und “Voices of Yemen”,  Daphna Keenan, Mmakgosi Kgabi, Melika n’gombe Kolongo, Isabel Lewis, Eli Petel, Kantor Yoni Rose, Ruth Rosenfeld, Tatiana Saphir, Rabbiner Julien-Chaim Soussan, Sarah Thom, Senthuran Varatharajah, Stefanie Wenner.

„METAhub Frankfurt – Museums, Education, Theatre, Arts – Kultur im digitalen und städtischen Raum“ ist ein Kooperationsprojekt des Jüdischen Museums Frankfurt, des Archäologischen Museums Frankfurt und des Künstlerhauses Mousonturm in Partnerschaft mit dem NODE Verein zur Förderung Digitaler Kultur e.V. Gefördert im Programm Kultur Digital der Kulturstiftung des Bundes – gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Weiterhin gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain sowie durch Mittel des Dezernats für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main.