(c) Jörg Baumann

Choreografische Werkstatt

Studio 1

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Die „Choreografische Werkstatt“ bietet die Gelegenheit, Arbeiten von Choreografinnen und Choreografen aus dem Rhein-Main-Gebiet zu entdecken, die im Entstehen sind und sich über diese auszutauschen. Im September wird die Frankfurter Performerin Clara Reiner Einblicke in ihren Arbeitsprozess an „herden“ geben, ein Stück, das sie zusammen mit den Künstlerinnen Stine Hertel, Filomena Krause und Zuzana Žabková erarbeitet. In ihm nutzt sie die phantasmagorische Figur des Einhorns um fluide Bilder von Weiblichkeit zu erforschen: „In einem Pariser Museum sind sechs Wandteppiche aus dem frühen 16. Jahrhundert ausgestellt. Auf jedem der sechs Teppiche befindet sich eine Frau (manchmal zwei), zu ihrer Linken ein Einhorn und zu ihrer Rechten ein Löwe. Sie stehen auf einer grasigen Scheibe, umgeben von Rot und vielen Blumen. Das Horn des Einhorns ist sehr lang. So lang, dass es unmöglich mit seinem Maul nah genug an den Boden kommen kann, um zu grasen. Vielleicht füttert die Frau es. Vielleicht sind die schwebenden Blumen dazu da. Oder vielleicht wird es, in einer kurzen Kopfbewegung, den Löwen, die Frau, (die andere Frau), aufspießen und fressen.“