>
<
(c) Christian Schuller

Der Philosoph Giorgio Agamben formuliert in seiner Arbeit eine Radikalkritik an den Menschenrechten und der Nationalstaatlichen Ordnung. Im Zentrum steht immer die Frage, innerhalb von welchen Grenzen wir uns eigentlich befinden. Und damit ist für ihn jede Person, die die Bedeutung von Grenzen hinterfragt, eine Figur, die in den Fokus gesetzt werden soll.
In HAPPY BIRTHDAY, einem Stück von und mit Sahar Rezaei, steht die Regisseurin alleine auf der Bühne. Mit dem Auftreten des Publikums, wird alles, was es auf der Bühne gibt, zu einem Bild: selbst die Figur, die auf der Bühne steht und auf die Zuschauer:innen wartet, wird zum Teil dieses gerahmten Bildes. Aus existentiellen Gründen fragt sie sich, was dieses Bild sei und erinnert sich an Erfahrungen, die sie in ihrem Leben mit Bildern hatte. Durch ihre persönliche Geschichte, die am Ende nicht mehr so persönlich erscheint, sind wir Zeug:innen einer Reise durch die letzten dreißig Jahre: Von Teheran über Prag nach Frankfurt begleiten wir die Figur auf der Bühne bei ihrer Suche nach irgendeiner Art Befreiung aus den Rahmen.

Dauer: 60 Min