>
<
(c) Elisabeth Povinelli, (c) Karrabing Film Collective

Elizabeth A. Povinelli: Heritability and the Ancestral Present
hosted by: Francesca Raimondi

11.11.2021 18.00 Uhr, Lecture

Dieser Vortrag der kritischen Theoretikerin und Filmemacherin Elizabeth A. Povinelli nimmt eine Reihe paralleler Momente in der anzestralen Gegenwart zweier Clans zum Ausgangspunkt, um das Verhältnis von Indigenität und weißem Nativismus im Kontext von Siedlerkolonialismus zu untersuchen. Es geht einerseits um den Simonaz-Clan, Patronym Povinelli, und den Bartolot-Clan, Patronym Ambrosi, aus Carisolo,Trentino. Andererseits geht es um die totemistischen Clans der Karrabing entlang der Küstenregion Anson Bay im Northern Territory, Australien. Der Vortrag nimmt einen Umbruch in der Politik der Differenz in den Blick, der in diesem Kontext zu beobachten ist. Er vollzieht nach, wie sich die beiden Clans durch verschiedene Formen anzestraler Gegenwart bewegt und dabei ihre Vorstellungen von Gesellschaftsform, Zeit und Erblichkeit verändert haben. Er zeigt, wie dieser Prozess mit veränderten Vorstellungen von menschlichen Körpern und der mehr-als-menschlichen Welt zusammenhängt und sich gleichzeitig physisch in dieselben einschreibt.

Im Rahmen der HTA-Ringvorlesung  „(Un)settled. Performance, Protection, and Politics of Insecurity”.

Karrabing Film Collective: Day in the Life & The Mermaids, or Aiden in Wonderland

11.11.2021 20.30 Uhr, Film

Das Karrabing Film Collective ist eine medienbasierte Gruppe von Indigenen Personen, die in Australiens Northern Territory aktiv ist, und Filmemachen und Installationen als Formen des Graswurzel-Widerstandes und der Selbstorganisation einsetzt. „Day in the Life“ (2020) untersucht die Widerstände, mit denen Indigene Familien im Verlauf eines gewöhnlichen Tages konfrontiert werden.

In fünf Kapiteln – Frühstück, Zeit zum Spielen, Mittagspause, Cocktailstunde und Abendessenzeit – und einer Audiospur, die von den jüngeren Mitgliedern der Gruppe produziert ist, zeigen sie eine visuelle und akustische Landschaft, in denen der Siedlerkolonialismus und der extraktiven Kapitalismus, dem die Mitglieder des Kollektivs ausgesetzt sind, dramatisiert und persifliert werden.

„The Mermaids, or Aiden in Wonderland“ (2018): In einer nicht so entfernten Zukunft ist es Europäer:innen unmöglich geworden, in einer vom Kapitalismus vergifteten (See-)Landschaft längere Zeit draußen zu überleben, doch Indigene Völker scheinen dazu in der Lage zu sein. Aiden, ein junger Indigener Mann, der als Baby entführt wurde, um Teil eines medizinischen Experiments zu sein, das die Weißen retten sollte, wird wieder in die Welt seiner Familie entlassen. Während er mit seinem Vater und Bruder durch die Landschaft reist, sieht er sich mit zwei alternativen Perspektiven für Zukunft und Vergangenheit konfrontiert.

 

Sprache: Englisch

Das Tagesticket gilt für alle Veranstaltungen im Rahmen von „Bodies, un-protected“ am Gültigkeitstag.

Einlass nur mit gültigem Negativnachweis (Getestet, Geimpft oder Genesen). Gemäß Coronavirus-Schutzverordnung: Bei Testnachweis muss das negative Ergebnis eines PCR-Tests vorgelegt werden und die Testung darf nicht länger als 48 Stunden zurückliegen. Die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln sind einzuhalten. Teilbelegung im Veranstaltungsraum. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist überall, auch am Sitzplatz, verpflichtend. Mehr Infos zu Hygiene und Sicherheit

Die Lecture von Elizabeth A. Povinelli findet gleichzeitig auch digital im Stream (via Zoom) statt. Kein Anmeldung notwendig.
Zugang
https://hfmdk-frankfurt.zoom.us/j/82192661889?pwd=WWhma2s0VXFEOG9iNXgxRU9hTW5lQT09
Meeting-ID: 821 9266 1889
Kenncode: 025612